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Flache Tastaturen sollen MRSA-Gefahr reduzieren

02.11.2006
Automatisches Lichtsignal erinnert ans Reinigen

Wissenschafter des University College London Hospitals NHS Trust haben eine Tastatur entwickelt, die das Auftreten von MRSA-Infektionen um bis zu zehn Prozent verringern soll. Untersuchungen haben ergeben, dass bis zu 25 Prozent der Tastaturen MRSA-Bakterien aufweisen. Derartige - im Krankenhaus übertragene - Infektionen töten in Großbritannien jährlich rund 5.000 Menschen.

Häufig werden für die Tastaturen Abdeckungen aus Plastik verwendet, die ebenfalls schwer zu reinigen sind. Die neu entwickelte Tastatur ist flach und daher leicht sauber zu halten. Zusätzlich ist sie zur Abwehr der Bakterien mit Silikon überzogen. Derzeit werden die ersten Tastaturen im Alltagsbetrieb der Krankenhäuser eingesetzt.

Diese Tastatur ist nur eine der Ideen, die Vertreter der NHS geprüft hatten. Dazu gehörten unter anderem auch mit Silber überzogene Katheter und der Einsatz von Wasserstoffperoxid-Dampf für die Reinigung. Die Gesundheitsorganisationen wurden aufgefordert, das Auftreten von MRSA-Fällen bis zum Jahr 2008 zu halbieren. Die UCL-Infektionsexpertin Duncan Burton erklärte, dass die neuen flachen Tastaturen für die Krankenschwestern sehr leicht mit Reinigungstüchern abzuwischen sind. Ein automatisches Lichtsignal erinnert zusätzlich dran, dass die Tastaturen gereinigt werden müssen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Reinigen der Tastaturen zwei Mal am Tag das Aufkommen von Bakterien um 70 Prozent verringern kann.

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Die Idee für die neuen Tastaturen geht auf den Mikrobiologen Peter Wilson zurück. Er ist überzeugt, dass die Anzahl der eingesetzten Tastaturen in den nächsten Jahren astronomisch ansteigen wird. "Wir entwickeln uns in Richtung elektronischer Aufzeichnung der Patientendaten. Das bedeutet, dass alles was bisher auf der Krankenkarte am Bett stand, jetzt über die Tastatur in den Computer eingegeben werden wird. Das Risiko einer Ansteckung über die Tastaturen wird sich rasch vervielfachen."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uclh.nhs.uk

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