Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Ratgeber zum Speiseröhrenkrebs

01.02.2001


Deutsche Krebshilfe informiert Betroffene

Bonn (ct) - Jährlich erkranken in Deutschland rund 4.100 Menschen neu an Speiseröhrenkrebs. Diese Krebsart gehört damit zu den selteneren Tumorerkrankungen. Da sie häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, sind die Heilungschancen immer noch schlecht. Die Deutsche Krebshilfe hat jetzt im Rahmen ihrer Reihe "Die blauen Ratgeber" eine Broschüre zum Thema "Speiseröhrenkrebs" herausgegeben. Darin geht es um Risikofaktoren sowie Möglichkeiten der Diagnose und Therapie von Speiseröhrenkrebs. Die allgemeinverständliche Informationsschrift ist bei der Deutschen Krebshilfe kostenfrei erhältlich. Außerdem kann sie auf den Internet-Seiten der Deutschen Krebshilfe unter http://www.krebshilfe.deabgerufen werden.

Die Speiseröhre ist ein etwa 25 Zentimeter langer und einen Zentimeter weiter Muskelschlauch, der Mund und Magen miteinander verbindet. Das Organ ist innen mit Schleimhaut überzogen. Warum sich Zellen der Speiseröhre bösartig verändern, ist noch weitgehend ungeklärt. Man weiß jedoch, dass die so genannten Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre oft durch einen erhöhten Alkohol- und Nikotinkonsum begünstigt werden. Diese Tumorart entsteht aus den oberen Schleimhautzellen der Speiseröhre und macht etwa zwei Drittel der Tumoren aus. Die Adenokarzinome der Speiseröhre entstehen dagegen aus den Drüsenzellen. Risikofaktor für die Entstehung dieser Tumorart ist ein gesteigerter Säure- und Gallerückfluss, der so genannte Reflux. Dieser Reflux verursacht über Jahre hinweg, dass Zellen der unteren Speiseröhre zerstört werden. Der Körper ersetzt die zerstörten Zellen durch Zellen der weniger säureempfindlichen Magenschleimhaut. Durch diese Zellveränderungen entsteht eine innen verkürzte Speiseröhre, die auch als Barrett-Ösophagus bezeichnet wird. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Patienten mit einem Barrett-Ösophagus ein etwa 50-fach höheres Risiko haben, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Da Speiseröhrenkrebs häufig erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, sollten Alarmsignale wie Schluckbeschwerden, schmerzhafte Krämpfe der Speiseröhre, Sodbrennen, Heiserkeit und Gewichtsverlust ernst genommen und von einem Facharzt abgeklärt werden. Denn auch für Speiseröhrenkrebs gilt: Je früher die Tumorerkrankung erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Um die Krebserkrankung zu diagnostizieren, spiegelt der Arzt die Speiseröhre mit einem Endoskop und entnimmt eine Gewebeprobe. Auch eine Röntgenaufnahme, Ultraschalluntersuchungen und eine Computertomographie ermöglichen Aussagen über die Krebserkrankung. Steht die Diagnose zweifelsfrei fest, werden der Tumor und einige Lymphknoten zunächst operativ entfernt. Dabei wird häufig ein Teil der Speiseröhre entfernt. Der Magen-Darm-Trakt ist damit unterbrochen und muss im zweiten Teil der Operation wieder aufgebaut werden. Häufig folgt dann eine Strahlentherapie, die in manchen Fällen mit einer Chemotherapie kombiniert wird.

Die Deutsche Krebshilfe hat im Rahmen ihrer Reihe "Die blauen Ratgeber" die Broschüre "Speiseröhrenkrebs" neu herausgegeben. Allgemeinverständlich wird hier beschrieben, welche Arten von Speiseröhrentumoren es gibt und warum sie entstehen können. Die Leser erfahren, wie Speisröhrenkrebs diagnostiziert wird, wie die Therapie aussieht und was bei der Nachsorge beachtet werden sollte. Die Informationsschrift kann kostenfrei bestellt werden bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 14 67, 53004 Bonn, Telefon: 0228/729900, Fax: 0228/7299011, E-Mail: deutsche@krebshilfe.de.

Dr. med. Eva M. Kalbheim-Gapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de/neu/infoangebot/broschueren/pdf/brosch_ratgeber13.pdf

Weitere Berichte zu: Speiseröhrenkrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Berner Forschende entdecken Schlaf-Wach-Schaltzentrale im Hirn
11.06.2018 | Universität Bern

nachricht Malaria: Kooperierende Antikörper verbessern Immunreaktion
08.06.2018 | Deutsches Krebsforschungszentrum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Abwehrmechanismus gegen Sauerstoffradikale entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umwandlung von nicht-neuronalen Zellen in Nervenzellen

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Im Fußballfieber: Rittal Cup verspricht Spannung und Spaß

18.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics