Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Receptron beginnt mit klinischer Studie der Phase I über Prävention von Thrombozytopenie

05.04.2001


Durch Krebs-Chemotherapie induzierter Blutplättchenmangel Mountain View, Kalifornien (ots-PRNewswire) - Receptron, Inc., ein privates Biotechnologieunternehmen, gab heute bekannt, dass mit den klinischen Studien in Bezug auf den ersten potenziellen Wirkstoffkandidaten des Unternehmens, RCN-01303, begonnen wurde. Die Studie der Phase I wird am Greenebaum Cancer Center an der University of Maryland in Baltimore durchgeführt und hat als Untersuchungsschwerpunkt die Prävention von Blutplättchenmangel, einer schweren Komplikation, die durch die bei Krebserkrankungen angewandte Krebstherapie induziert wird.


RCN-01303 wurde von den Wissenschaftlern bei Receptron entdeckt und beruht auf der geschützten Hormonrezeptortechnologie des Unternehmens. Es wurden Patente in Bezug auf die Komponente und die Technologie eingereicht, wobei Receptron einen weitreichenden Patentschutz für diesbezügliche Erfindungen erwartet. Die Komponente hat einen neuartigen Wirkmechanismus, der den endogenen Thrombopoietinrezeptor (TPO) modulieren soll. TPO ist ein Hormon des Menschen, das die Produktion von Blutplättchen anregt.

In Tierversuchen hat sich RCN-01303 als sehr wirksam bei der Prävention der Entwicklung einer Thrombozytopenie erwiesen, die durch Chemotherapeutika induziert wurde, und zeigte keine schweren Nebenwirkungen. Darüber hinaus verringerte die Verabreichung der Komponente bei sich bereits entwickelnder Thrombozytopenie die Wahrscheinlichkeit des Fortschreitens. RCN-01303 schien ferner auch nach der Einleitung der Chemotherapie die Plättchenproduktion anzuregen, was auf die Verwendung als Therapeutikum und Prophylaktikum hinweist.


"Es wird angenommen, dass RCN-01303 die Plättchenproduktion über einen neuartigen Mechanismus und in Abwesenheit des normalen plättchenstimulierenden Hormons (TPO) anregt," sagte Lennart Olsson, MD, Präsident, Chief Executive Officer und Gründer von Receptron. "Es gibt außerdem Hinweise dafür, dass RCN-01303 aufgrund seines einzigartigen Mechanismus die Wirksamkeit sowohl des natürlichen, zirkulierenden (endogenen)TPO, als auch des injizierten (exogenen) TPO verstärkt. Es kann daher alleine und in Kombination mit rekombinantem TPO verabreicht werden." 

RCN-01303 wurde anfänglich bei Patienten unter Chemotherapie untersucht. Es ist jedoch möglich, dass der Wirkstoff auch bei anderen Konditionen in Verbindung mit Plättchenmangel von therapeutischem Nutzen ist.

Der Weltmarkt für Arzneimittel zur Behandlung einer Thrombozytopenie bei Krebs-Chemotherapie beläuft sich auf mehr als 1 Milliarde USD. Neue Behandlungsmöglichkeiten werden dringend benötigt, da die derzeitige Therapie der Plättchentransfusion sehr teuer, häufig unpraktisch und mit möglichen Reaktionen gegen die Transfusion und Komplikationen verbunden ist. 1998 trat Receptron zur Entwicklung und Kommerzialisierung von RCN-01303 in eine exklusive Lizenzvereinbarung mit Pliva ein, einem in Kroatien ansässigen Pharmaunternehmen. Im Rahmen der Vereinbarung, finanziert Pliva das klinische Programm und Receptron erhält Meilensteinzahlungen und Anteile aus dem Produktverkauf.
Die Rezeptortechnologie von Receptron hat ein weites Anwendungsspektrum und erlaubte die Entwicklung ähnlicher Komponenten in Verbindung mit anderen Hormonrezeptoren, beispielsweise Wachstumshormon, Anämie (EPO-Rezeptor), Autoimmunerkrankungen, Diabetes, etc. Receptron widmet sich der Entdeckung und Entwicklung solcher oral zu verabreichenden Komponenten und schloss kürzlich einen Lizenzvertrag mit der Pharmacia Corporation auf dem Sektor Wachstumshormon ab. Ferner entwickelt Receptron eine Komponente zur Substitution von Erythropoietin (noch ohne Partner). Die Technologie erlaubte außerdem die Entwicklung ähnlicher "kleiner Moleküle", die zum Transport der oral verabreichten bioaktiven Komponenten verwendet werden können.

Bei Receptron, Inc. handelte es sich um ein privates Biotechunternehmen mit Sitz in Mountain View, Kalifornien. Die geschützte Technologie des Unternehmens erlaubt die Entwicklung von Arzneimitteln zu Aktivierung - und Inaktivierung - von Hormonreaktionen. Es wird erwartet, dass die Technologie aufgrund ihres neuartigen Wirkungsmechanismus auf viele verschiedene Rezeptoren anwendbar ist. Es können damit sowohl Stimulanzien (Agonisten) als auch Inhibitoren (Antagonisten) der Rezeptoraktivität entwickelt werden. Die derzeitige Entwicklung konzentriert sich auf das Wachstumshormon, für das Pharmacia eine Lizenz besitzt, auf Erythropoietin für Agonisten in Form kleiner Moleküle, sowie auf Antagonisten für IL-4 und EGF. Für einige der Rezeptorzielmoleküle sucht Receptron noch Partner für eine Zusammenarbeit.

ots Originaltext: Receptron, Inc. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an: Lennart Olsson, MD, Chief Executive Officer, +1-650-988-9413, ext. 102, oder Tatjana Naranda, Ph.D, Research Director, +1-650-988-9413, ext. 108, beide bei Receptron, Inc.; oder Craig Taylor von Chairman Alloy Ventures, +1-650-678-5000
Website: http://www.receptron.com


ots |

Weitere Berichte zu: TPO Thrombozytopenie Wachstumshormon

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Proteomik hilft den Einfluss genetischer Variationen zu verstehen
27.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE