Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Impotenz lässt sich heute gut behandeln

27.09.2006
Potenzmittel im Test: Hohe Wirkung - aber feine Unterschiede?

Niemand muss sich mit seiner Impotenz abfinden. Denn mittlerweile sind die Medikamente gegen die so genannte "erektile Dysfunktion" in den Arztpraxen und bei Patienten schon etablierter Standard. Diese Arzneien, die PDE-5-Hemmer, wirken nach dem gleichen Prinzip: Sie hemmen einen Botenstoff, der für den Abbau einer Erektion verantwortlich ist. In ihrer chemischen Struktur sind die einzelnen Präparate jedoch nicht völlig identisch, was Unterschiede in der Wirkung bedeuten kann. Eine internationale Vergleichsstudie mit dem Namen "CONFIRMED" hat zwei Präparate; Levitra und Viagra im Vergleich untersucht.

An der Untersuchung nahmen 1057 impotente Männer teil. Alle litten zudem an mindestens einem Risikofaktor für Impotenz (Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose, erhöhte Cholesterinwerte), so dass die Ärzte psychische Ursachen weitgehend ausschließen konnten. Die Patienten erhielten für jeweils vier Wochen eines der beiden Präparate (20 mg Vardenafil (Levitra) oder 100 mg Sildenafil (Viagra)). Anschließend wurden beide Medikamente für eine Woche abgesetzt. Die beiden Gruppen erhielten daraufhin vier Wochen lang das jeweils andere Präparat.

Bei Studienende bekamen die Testteilnehmer zahlreiche Fragen vorgelegt. Zunächst sollten sie die Wirksamkeit der beiden Mittel allgemein beurteilen. Später wurden die Fragen detaillierter, um auch einzelne Aspekte (Wirkungseintritt, Dauer der Erektion) greifbar zu machen.

... mehr zu:
»Erektion »Impotenz »Pharmazie

Vorläufiges Fazit: Beide Substanzen waren gleich gut wirksam und verträglich. Von den 931 Männern, welche die Studie beendeten, zeigte sich eine knappe Mehrheit insgesamt zufriedener mit dem Wirkstoff Vardenafil ("Levitra"). 39,8 Prozent von ihnen gaben dieser Substanz den Vorzug, 34,5 Prozent entschieden sich für Sildenafil. Diese Unterschiede sind allerdings statistisch nicht signifikant. Die Untersuchung sekundärer Prüfkriterien ergab folgende Ergebnisse: Auf die Frage, ob die Behandlung ihre Erektion verbessert habe, antworteten 58 Prozent, die Vardenafil eingenommen hatten, mit "Ja". Bei Sildenafil waren es 41 Prozent.

Auch bei differenzierter gestellten Fragen zeigte sich Vardenafil überlegen - so etwa, ob die Erektion stark genug für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr gewesen sei. Nicht zuletzt entschied Vardenafil den Vergleich bei der Schnelligkeit des Wirkungseintritts, der Dauer und Härte der Erektion für sich. Von insgesamt 19 Fragen zur Zufriedenheit mit der Behandlung wurden 12 zu Gunsten von Vardenafil beantwortet.

Hintergrundinfo zur Untersuchung

Der Test war "doppelblind" angelegt: Weder der Arzt noch der Teilnehmer wusste, welches Präparat zum Einsatz kam. Zudem war die Studie "randomisiert". Dies bedeutet, dass die Patienten ohne Vorauswahl und rein zufällig einer von zwei Gruppen zugeteilt wurden. Sie bekamen entweder den Wirkstoff Vardenafil oder Sildenafil zum Einnehmen. Im Ergebnis konnte belegt werden, dass der Wirkstoff Vardenafil seinem chemischen Verwandten nicht unterlegen ist. Bei bestimmten ED-Parametern zeigte sich sogar eine nominell signifikante Überlegenheit zugunsten von Vardenafil.

Die Studienergebnisse wurden auf dem Kongress der International Society for Sexual Medicine (ISSM) in Kairo im September veröffentlicht.

Bayer HealthCare

Bayer HealthCare ist eine Tochtergesellschaft der Bayer AG und gehört zu den weltweit führenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Der Teilkonzern Bayer HealthCare erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von rund 9,4 Milliarden Euro. Bayer HealthCare beschäftigt weltweit etwa 33.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Unternehmen bündelt die Aktivitäten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care, Diagnostika sowie Pharma. Zum 1. Januar 2006 wurden die Divisionen Pharma und Biologische Produkte zusammengelegt. Die Division Pharma besteht aus den Geschäftseinheiten Hämatologie/Kardiologie, Onkologie und Primary Care (Allgemeinarztgeschäft).

Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung von Krankheiten und leisten einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.viva.vita.bayerhealthcare.com

Weitere Berichte zu: Erektion Impotenz Pharmazie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten
20.09.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie
19.09.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik