Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alternative Therapie durch neues Medikament verbessert Blutfluss und mindert Bluthochdruck

07.09.2006
Wissenschaftler der australischen Monash University konnte in einer Studie die Wirksamkeit eines neuen Medikaments belegen, das den Blutfluss in erkrankten Arterien verbessert und das Risiko hohen Blutdrucks oder von Herzinfarkten mindert. Die Ergebnisse stimmen die Wissenschaftler, die eng mit Bayer Health Care zusammenarbeiten, optimistisch, dass das Medikament Bestandteil neuer Behandlungsmethoden für Herzerkrankungen werden kann.

Dr. Harald Schmidt, Leiter des Centre for Vascular Health baut als Leiter der Studie gegenwärtig ein neues Forschungszentrum an der Monash University auf, an dem zusammen mit anderen Wissenschaftlerkollegen traditionelle Denkansätze zu Herzerkrankungen und Schlaganfällen hinterfragt werden sollen. Bereits in vorangegangen Studien konnte Dr. Schmidts Team zusammen mit Kollegen aus Deutschland und den USA zeigen, dass oxidativer Stress ¬ das Auftreten freier Radikale in Arterienwänden - ein Schlüsselfaktor bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. "Freie Radikale sind mitverantwortlich für die Entstehung von Arterienverengungen. Was verschlimmernd hinzukommt, ist, dass mit dem Anstieg an freien Radikalen, diese die Funktionsfähigkeit jener Zellen beeinträchtigen, die innerhalb der Arterien die Kontraktion und Dilatation der Arterien steuern", erläutert Dr. Schmidt. "In Konsequenz versteifen die Arterien und verengen sich."

Wenn eine Verengung der Arterien auftritt, produzieren die Zellen der Arterieninnenwand Stickoxid, um den Arterienmuskeln ein Ausdehnen zu signalisieren, um einen besseren Blutdurchfluss zu gewährleisten. Die freien Radikale zerstören jedoch ein Schlüsselenzym, welches den Arterienzellen eine entsprechende Reaktion ermöglichen würde und verhindern so eine erfolgreiche Signalübermittlung. Das neue Medikament, welches von Bayer Health Care entwickelt wurde, kann nun dieses beschädigte Enzym reaktivieren. "Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass das Medikament sich mit dem Enzym verbindet und dieses repariert. Dabei arbeitet das Medikament umso intensiver, je mehr die Zahl der freien Radikale steigt", so Dr. Schmidt.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
Tel.: 030-20 96 29 593
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Verwaltungsstelle aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de
http://www.ranke-heinemann.at
http://www.wissenschaft-australien.de

Weitere Berichte zu: Arterie Blutfluss Enzym Radikale

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neues Hydrogel verbessert die Wundheilung
25.04.2017 | Universität Leipzig

nachricht Konfetti im Gehirn: Steuerung wichtiger Immunzellen bei Hirnkrankheiten geklärt
24.04.2017 | Universitätsklinikum Freiburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik