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Neues Präparat zur Eindämmung von rheumatoider Arthritis

06.09.2006
Bereits eingesetzte Medikamente forderten Todesopfer

Wie nun Forscher der University of California in San Diego herausgefunden haben, hat das zentrale Nervensystem einen entscheidenden Einfluss auf Entzündungskrankheiten wie etwa rheumatoide Arthritis. Tierversuche haben nun ergeben, dass eine direkte Injektion in das Zentrale Nervensystem eine Reduktion der Gelenksschäden bewirkt. Obwohl die Behandlungsmethode erst erprobt wird, sind die Forscher zuversichtlich.

Die Testratten, welche das Präperat p38, das erheblich wenige die Arthritis-Enzyme blockiert, direkt in das Zentrale Nervensystem injiziert bekamen, wiesen erheblich weniger Gelenksschäden auf als die Kontrolltiere. Wie Knochen-Scanns zeigten, wiesen die Testtiere einen Wert von 1,5 auf einer sechs Punkte-Skala auf. Normal injizierte Tiere erreichten einen Wert von drei und die nicht-behandelten Tiere erreichten einen Wert von 3,4 Punkten.

"Nerven in den Extremitäten, wie Hände und Füße, können Verbindungen produzieren, die die Entzündung verschlimmern. Die neuen Resultate lassen vermuten, dass p38 ein Mittel ist, ein Signale vom Zentralen Nervensystem aus zu den Nervenenden sendet und so die Entzündung reduziert", erklärte Gary Firestone von der Universität in San Diego.

Der Enzymblocker p38 wird momentan laufend in klinischen Versuchen getestet, um das Fortschreiten von Arthristis im Körper zu stoppen. "Doch man muss bedenken, dass sich dieses Verfahren erst in der Testphase befindet", so Firestone.

Auf Anfrage von pressetext bestätigte Hans Georg Fassbender, Direktor des Zentrums für Rheuma-Pathologie der Universität Mainz, dass es eine Verbindung zwischen der rheumatoiden Arthritis und dem Zentralen Nervensystem gibt, diese jedoch nicht sehr eng sei. "Bei derartigen Untersuchungen muss man immer sehr vorsichtig sein. Man muss beachten, wie viele Tiere untersucht wurden, welche Art der Entzündung es genau war und ob sie geheilt wurden oder ob sich ihr Zustand lediglich verbessert hat. Ohne präzise Angaben über die Untersuchung kann man nicht viel sagen", so Fassbender im Gespräch mit pressetext.

Weiters meinte Fassbender: "Neuen Präparaten gegenüber sollte man immer skeptisch sein. In Deutschland gibt es seit drei Jahren neue Medikamente, die schon einige Todesfälle verursacht haben."

Victoria Danek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ucsd.edu/
http://www.klinik.uni-mainz.de/ZRP

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