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Anthrax-Blocker zielt auf Rezeptoren ab

29.08.2006
Inhibitor soll helfen Antibiotikaresistenzen zu umgehen

Wissenschaftler des Rensselaer Polytechnic Institute haben nach eigenen Angaben einen Blocker entwickelt, der das tödliche Gift von Anthrax daran hindert den Körper anzugreifen. Der Inhibitor verbindet sich mit den Rezeptoren im Körper, an denen sich Anthrax anheftet. Laut dem Fachmagazin PNAS sollte der Einsatz von Rezeptoren als Ziel für die Behandlung helfen, das Problem einer Antibiotikaresistenz zu umgehen. Der gleiche Ansatz könnte laut dem amerikanisch-kanadischen Forscherteam eingesetzt werden, um andere tödliche Bedrohungen wie SARS, Grippe und Aids zu bekämpfen. Derzeit werden Antibiotika zur Behandlung von Anthrax-Opfern eingesetzt.

Bei Anthrax besteht neben der Angst vor einer möglichen Resistenz die Befürchtung, dass bestimmte Gruppierungen das Gift im Labor absichtlich verändern, um es gegen bestehende Behandlungsansätze unempfindlich zu machen. Das Einatmen von Anthrax führt laut BBC noch immer in 75 Prozent der Fälle auch trotz der Verabreichung von Antibiotika zum Tod. Antibiotika können das Fortschreiten der Infektion verlangsamen. Sie haben den durch das Gift im Körper verursachten Schäden aber nichts entgegenzusetzen. Das Team um Ravi Kane geht davon aus, dass die Kombination des Inhibitors mit Antibiotika die Überlebenschancen durch die Neutralisierung des Giftstoffes erhöhen kann.

Tests mit dem Inhibitor zur Ermittlung des besten Aufbaus wurden an Ratten durchgeführt. Dabei handelte es sich um einen mehrwertigen Inhibitor. Das bedeutet, dass er mehrfache Kopien der Rezeptor bindenden Peptide aufweist und so eine wirksame Anbindung an mehreren Stellen ermöglicht. Alle sechs Tiere, denen der mehrwertige Inhibitor injiziert wurde, schienen vor Anthrax geschützt zu sein. Anzeichen für negative Nebenwirkungen konnten nicht festgestellt werden. In einem nächsten Schritt muss ermittelt werden, ob der Inhibitor beim Menschen die gleiche Wirkung hat.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.pnas.org
http://www.rpi.edu

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