Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Adipositaschirurgie - wenn Übergewicht krank macht

28.08.2006
Adipositas ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO das größte chronische Gesundheitsproblem der Gegenwart: 1,1 Milliarden Übergewichtigen stehen ebensoviel Menschen weltweit gegenüber, die jeden Tag hungern.

Wird Übergewicht nicht behandelt, folgen weitere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Schlafapnoe. Bei welchen Krankheitsbildern ein chirurgischer Eingriff die beste Therapieoption ist, ist ein Thema der Gastroenterologie 2006 vom 13. bis 16. September in Hannover, die die Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVC) mitveranstaltet.

In Deutschland haben neun Millionen Menschen eine behandlungsbedürftige Adipositas. Ihr Body-Mass-Index (BMI) liegt über 30. Trotz intensiver Forschung zeigen medikamentöse und andere konservative Methoden wie Diäten bei Patienten mit einer krankhaften Adipositas (BMI > 40) wenig Erfolge. Die derzeit beste Lösung kann für diese Patienten ein chirurgischer Eingriff sein, der entweder die Fettverdauung einschränkt oder zu einer geringeren Nahrungsaufnahme führt.

Das am häufigsten angewandte Verfahren ist das Einsetzen eines steuerbaren Magenbandes, das den Magen verkleinert. Die Patienten verspüren bereits beim Verzehr kleinerer Nahrungsmengen ein Sättigungsgefühl.

Zu den neueren Methoden zählt die so genannte biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch - kurz BDP-DS. Dabei wird der größte Teil des Dünndarms "kurzgeschlossen". Nach dem Eingriff stehen für die Verdauung nur noch etwa 100 Zentimeter Dünndarm für die Fettaufnahme zur Verfügung. Dadurch nimmt der Körper deutlich weniger Fett aus der Nahrung auf, in deren Folge die Patienten bis zu 80 Prozent ihres Übergewichts verlieren können. Die große Gewichtsreduktion nach chirurgischen Eingriffen wirkt sich auch günstig auf die Begleiterkrankungen aus: So zeigten Untersuchungen, dass ein infolge des Übergewichts aufgetretener Typ 2 Diabetes - wenn er noch nicht länger als 15 Jahre besteht - nach einer BDP-Operation innerhalb von drei Monaten ausheilen kann.

Terminhinweise:
Pressekonferenzen:
Mittwoch, 13. September 2006, 12.45 bis 13.20 Uhr
Donnerstag, 14. September 2006, 13.00 bis 14.00 Uhr,
Intensivkurs Adipositas
Mit den Themen:
Epidemiologie der jugendlichen Adipositas
Genetische Aspekte der Ernährung und der Entstehung des metabolischen Syndroms
Behandlung des metabolischen Syndroms und der Adipositas
Multimodale Therapiekonzepte - Kurz- und Langzeitergebnisse
Banding oder duodenal switch?
Komplikationen, Therapie postoperativer Folgezustände - Langzeitergebnisse
Verhaltenstherapeutische Aspekte der Adipositas-Therapie
Mittwoch, 13. September 2006, 10.30 bis 12.30 Uhr,
Runder Saal, Hannover Congress Centrum
Symposium: Neue Medikamente in der Gastroenterologie
Mit dem Beitrag:
Rimonabant: Selektiver Cannabinoid-1-Rezeptor-Blocker bei Adipositas
Donnerstag, 14. September 2006, 14.00 bis 16.00 Uhr,
Konferenzraum 8/10, Hannover Congress Centrum
KONTAKT/Akkreditierung für Journalisten:
Pressestelle, Beate Schweizer, Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart, Tel.: 0711 8931 295, Fax: - 167, Schweizer@medizinkommunikation.org. Mit der Bestätigung erhalten Sie von uns das Hauptprogramm der Gastroenterologie 2006, das voraussichtlich Ende August erscheint.

| idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org
http://www.dgvs.de

Weitere Berichte zu: Adipositas BMI Dünndarm Gastroenterologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften