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Erste Stufendiagnostik für bessere und ursachenbezogene Therapie bei AD(H)S

25.08.2006
Die Indago GmbH und Evomed MedizinService GmbH haben mit dem „AD(H)S-Netzwerk“ die erste Stufendiagnostik für eine verbesserte, ursachenspezifischere Therapie bei AD(H)S entwickelt. Mit einer neuen Blutuntersuchung wird weltweit das erste Verfahren eingeführt, das eine differenziertere Diagnostik bei AD(H)S erlaubt.

Neu ist, dass man nicht nur die bislang bekannten Ursachen (genetisch, psychosozial) sondern auch organische Störungen wie Nahrungsmittel-Allergien vom Typ III ermitteln kann.

Unter AD(H)S leiden derzeit in Deutschland ca. eine halbe Million Kinder. Das Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Syndrom kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit, Störungen der Impulskontrolle, oder zu ausgeprägtem Bewegungsdrang und Unruhe führen.

Unter den Folgen leiden besonders die Kinder und Eltern, aber auch das schulische und soziale Umfeld (Familie und Freunde). Erklärt wird AD(H)S nach derzeitigem Erkenntnisstand mit einem fehlerhaften Gehirnstoffwechsel, bei dem verschiedene Botenstoffe (Neurotransmitter) in falscher Menge bzw. unkontrolliert produziert oder abgebaut werden.

Die Diagnose erfolgt bisher oft über psychologische Fragebögen und IQ-Tests. Die derzeitige Standardtherapie besteht aus Psychopharmaka. Die Konzentrations- und Integrationsfähigkeit wird durch die üblichen Medikamente zwar gesteigert - aber teilweise um den Preis gravierender Nebenwirkungen. Ärzte und Eltern suchen daher nach neuen Möglichkeiten, die Ursachen von AD(H)S besser zu verstehen und besser therapieren zu können.

Neueste Beobachtungen weisen darauf hin, dass die Gründe eines gestörten Botenstoff-Haushaltes sehr vielfältig sein können: genetisch bedingt, psychosozial ausgelöst - oder organisch verursacht.

Eine neue Stufendiagnostik stellt das erste Verfahren dar, das dem behandelnden Arzt einen detaillierten Einblick in die Ursachen von AD(H)S ermöglicht. Die Stufendiagnostik beginnt mit einem Bluttest (Nanopartikelanalyse). Je nachdem ob der Befund eine Störung des Stoffwechsels, eine Gastroenteropathie, immunologische Fehlsteuerungen, genetische oder psychosoziale Störungen feststellt, wird eine weitere spezifische Labordiagnostik angewandt, um den Befund im Detail zu klären.

Ergibt sich etwa der Verdacht auf eine Nahrungsmittel-Allergie Typ III (eine verzögerte Allergie), wird ein Bluttest auf Immunglobulin G gegen Nahrungsmittel durchgeführt: ImuProAD(H)S. Dieser Test weist im Blut IgG-Antikörper gegen 90 Nahrungsmittel nach, die im Zusammenhang mit AD(H)S stehen können und besonders im Speiseplan von Kindern berücksichtigt werden sollten.

Werden IgG-Antikörper gegen bestimmte Nahrungsmittel nachgewiesen, meiden die Patienten diese und ernähren sich von den verbliebenen Alternativen, gegen die keine Antikörper nachgewiesen wurden. Ein persönliches Rezeptbuch unterstützt die Betroffenen bei der Ernährungsumstellung. Auf diese Weise bekommt das Immunsystem die Chance, sich wieder zu stabilisieren, die möglicherweise durch IgG-Antikörper ausgelösten Entzündungen zu stoppen, und dem damit assoziierten Abbau des Neurotransmitters Dopamin Einhalt zu gebieten.

Dieses neuartige Konzept wird ausschließlich von geschulten und zertifizierten Therapeuten des „AD(H)S-Netzwerks“ angeboten.

Am „AD(H)S-Netzwerk“ beteiligen sich gleichermaßen Therapeuten, Forscher, Labore, Firmen, Selbsthilfegruppen und Fachpersonal wie z.B. Bewegungstherapeuten. Ziel ist es, die Ursachen von AD(H)S besser zu verstehen und neue Möglichkeiten zu entwickeln, AD(H)S besser zu therapieren. AD(H)S-Betroffenen stehen mehr als 100 Therapeuten bundesweit als Spezialisten für dieses neue Konzept zur Verfügung.

Weitere Informationen:

• Die neue AD(H)S-Stufendiagnostik: www.adhs-ratgeber.de
• Nanopartikelanalyse:
INDAGO GmbH in der BIO CITY LEIPZIG, Deutscher Platz 5b, 04103 Leipzig, Telefon: 0341-333 877 0, Internet: www.indago-group.com
• Nahrungsmittelallergien Typ III:
Evomed MedizinService GmbH, Heidelberger Landstr. 190, 64297 Darmstadt, Telefon: 06151-666 800, Internet: www.imupro.de

Dr. Sabine Paul | Evomed MedizinService GmbH
Weitere Informationen:
http://www.imupro.de

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