Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DEGUM: Schlaganfälle durch Ultraschall verhindern

16.08.2006
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin:
Schlaganfälle durch qualifizierte Ultraschalldiagnostik verhindern

Je nach Lebensalter ist bei bis zu fünf Prozent der Menschen eine Halsschlagader verengt. Die so genannte Karotisstenose ist Ursache zahlreicher Schlaganfälle. Eine angemessene Therapie der Verengung setzt sichere Diagnostik voraus. Mit Hilfe von Ultraschall lässt sich feststellen, wie stark die Ader verengt ist. Doch nur qualifizierte Ärzte können Stenosen der Halsschlagader und weiterer das Gehirn versorgender Blutgefäße mit Hilfe der Sonographie sicher erkennen und deren Schweregrad genau bestimmen. Von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) zertifizierte Veranstaltungen wie die "1. Hamburger Neuro-Ultraschall-Tage" am 25. und 26. August 2006 ermöglichen Ärzten entsprechende Fortbildung.

In Deutschland erleiden jährlich mehr als 150.000 Menschen erstmals einen Schlaganfall. In etwa 20 Prozent der Fälle ist eine Karotisstenose die Ursache. Operatives Ausschälen einer verengten Halsschlagader kann dem Schlaganfall vorbeugen. Diese Operation ist allerdings nicht völlig risikolos: In zwei bis sechs Prozent der Fälle kann der Eingriff selbst zu einem Schlaganfall führen. "Die Entscheidung über die Art der Behandlung einer Karotisstenose muss deshalb für jeden einzelnen Patienten sorgfältig geprüft werden, damit dieser auch tatsächlich davon profitiert. Ultraschalldiagnostik spielt dabei eine entscheidende Rolle", sagt Professor Dr. med. Christian Arning, Präsident der DEGUM aus Hamburg. Der Leiter der Abteilung Neurologie an der Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek moderiert die vom Georg Thieme Verlag (Stuttgart) ausgerichteten Neuro-Ultraschall-Tage.

"Die Frage, ob eine Operation nötig ist oder zunächst medikamentös behandelt werden sollte, hängt vor allem vom Grad der Verengung ab - deshalb ist es so entscheidend, diesen genau zu bestimmen", betont Professor Arning. Hierfür hat sich eine spezielle Ultraschalltechnik, die farbkodierte Duplexsonographie, besonders bewährt. Sie ist ungefährlich, schmerzlos und beliebig wiederholbar. "Voraussetzung für eine sichere Diagnose ist jedoch, dass der Untersucher gut ausgebildet ist", sagt Professor Arning.

... mehr zu:
»DEGUM »Schlaganfall »Ultraschall

Zu den Inhalten der Fortbildung im Rahmen der Neuro-Ultraschall-Tage in Hamburg gehört auch die Erkennung besonderer Ursachen einer Gefäßstenose wie Gefäßentzündung, Bindegewebserkrankung oder Gefäßverletzung - auch einfache Sportverletzungen können einen Schlaganfalls verursachen. Diese Gefäßerkrankungen spielen als Ursache für einen Schlaganfall gerade bei jüngeren Patienten eine zunehmend große Rolle.

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 89 31 552
Fax: 0711 89 31 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.awmf.org

Weitere Berichte zu: DEGUM Schlaganfall Ultraschall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Methode der Eisenverabreichung
26.04.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Bestrahlung bei Hirntumoren? Eine neue, verlässlichere Einteilung erleichtert die Entscheidung
26.04.2017 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie