Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alles fest im Griff

07.01.2002


Weltneuheit: Transcarpal-Hand von Otto Bock ermöglicht erstmals vollwertige prothetische Versorgung von Patienten mit Teilhandamputation

Mit der kürzesten elektrischen Prothesenhand der Welt kann ein 18-jähriger Patient aus Fellbach (bei Stuttgart) 15 Jahre nach Teilamputation seiner rechten Hand erstmals wieder richtig zugreifen. Entwickelt und hergestellt wurde die neuartige Prothese von der Otto Bock HealthCare GmbH. Mit der "Transcarpal-Hand" ist es dem Weltmarktführer im Bereich Technische Orthopädie erstmals gelungen, das gesamte Innenleben einer vollwertigen Prothesenhand auf der Größe eines halben Handtellers unterzubringen.

"Mit der neuen Kunsthand können auch lange Unterarmstümpfe und Amputationen im Handwurzelbereich myoelektrisch versorgt werden, ohne dass der Prothesenarm länger wird als der gesunde Arm. Bisher war bei einer Teilamputation der Hand nur eine kosmetische Versorgung möglich", fasst Professor Dr. med. Hans-Eberhard Schaller von der berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik an der Universität Tübingen die Vorzüge der Transcarpal-Hand zusammen.

Die Transcarpal-Hand wird myoelektrisch gesteuert, das heißt über elektrische Signale aus der Armmuskulatur. Die künstliche Hand kann Gegenstände fassen und festhalten. "Bisher verfügbare Prothesen dieses Typs waren jedoch zu lang für Teilhandamputierte", schildert Christian Hell, Produktmanager bei Otto Bock HealthCare. "Bei der Mechanik haben wir berücksichtigt, dass bei den betroffenen Patienten das eigene Handgelenk in der Regel noch erhalten ist. Daher konnte ein neuartiger konstruktiver Aufbau realisiert werden, der die Prothesenhand deutlich kürzer und rund ein Drittel leichter macht." Der Schaft lässt sich bei einem funktionsfähigem Handgelenk so anpassen, dass die Beweglichkeit erhalten bleibt.

Ein kosmetischer Handschuh aus Kunststoff gleicht die Transcarpal-Hand optisch der gesunden Hand des Patienten an. Darunter verbirgt sich das Herzstück der Prothese: ein winziger Elektromotor und ein vollautomatisches Getriebe. Sie sorgen dafür, dass Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowohl schnell als auch fest zugreifen können - ein entscheidendes Stück Lebensqualität und Unabhängigkeit für die Betroffenen. Im Prothesenschaft findet ein Lithiumakku Platz, der die Prothese je nach Aktivität ihres Trägers bis zu 48 Stunden mit Energie versorgt. Über die Steckdose und ein Ladegerät kann er jederzeit wieder aufgeladen werden.

ots Originaltext: Otto Bock HealthCare GmbH
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Nähere Informationen:
Otto Bock Presseservice, c/o ECC Kohtes Klewes Dresden, Annegret Liebau, Goetheallee 23, 01309 Dresden, Telefon (03 51) 84 30 40, Telefax (03 51) 8 43 04 20

oder:
Christian Hell, Otto Bock HealthCare GmbH, Max-Näder-Straße 15, 37115 Duderstadt, Telefon: (0 55 27) 8 48-16 07, Telefax (0 55 27) 8 48-15 02

| ots

Weitere Berichte zu: Prothese Teilamputation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie