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Chronisches Nierenversagen: Neue Ansatzpunkte für die Therapie

24.07.2006
Chronische Nierenkrankheiten stellen sowohl für die Betroffenen wie auch sozioökonomisch für die Gesellschaft eine große Belastung dar. Neue Therapieformen, die helfen, das Voranschreiten des Nierenversagens bis hin zur Dialysepflichtigkeit aufzuhalten oder zu verlangsamen werden daher dringend benötigt. Dies gilt insbesondere für Formen von Nierenerkrankungen, für die bislang keine wirksame Behandlung etabliert werden konnten.

So zum Beispiel bei dem sogenannten Alport-Syndrom, bei dem es durch Mutationen der Kollagen IV Ketten u.a. zu einer Schädigung der Basalmembranen in den Nierenkörperchen, den Glomeruli kommt. Ausgehend von einer Vernarbung der Glomeruli kommt es schließlich zu einer fortschreitenden Vernarbung der ganzen Nieren, so dass oft bereits im jungen Erwachsenenalter eine Dialysebehandlung und gegebenenfalls eine Nierentransplantation notwendig wird.

Mit neuen experimentellen Ansätzen untersuchen Dr. Hans-Joachim Anders und Mitarbeiter am Klinikum der Universität München - Innenstandt in Kooperation mit Dr. Oliver Gross von der Universität Göttingen neuartige Therapieformen. Als Ansatzpunkt dient hierfür die Rekrutierung von Entzündungszellen in einer geschädigten Niere, die durch lokale Produktion von Entzündungsfaktoren die Vernarbungsprozesse beschleunigen. Hierzu wird die Wirksamkeit von Substanzen, die das Einwandern von Entzündungszellen in die erkrankte Niere spezifisch blockieren können, an einem geeigneten Modell getestet. Ziel des Projekts ist die Identifizierung wirksamer Substanzen zur Therapie angeborener Nierenkrankheiten.

Weitere Informationen: PD Dr. Hans-Joachim Anders
Email: hjanders@med.uni-muenchen.de
Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit über 200.000 €
Stiftungszweck der Stiftung ist die medizinische Forschung, insbesondere Projekte im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden dabei insgesamt über 160 Mio. Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz bewilligt. Die Stiftung geht aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist.

Bernhard Knappe | idw
Weitere Informationen:
http://www.wilhelm-sander-stiftung.de

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