Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wassergefiltertes Infrarot A (wIRA) hilft bei der Reduktion von lokalem Fett und Körpergewicht unter körperlicher Belastung

24.07.2006
Die Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarot A (wIRA) vermag während moderater Ergometerausdauerbelastung auf die lokale Fettabnahme und auf die Gewichtsabnahme zu wirken: in einer kontrollierten Studie mit übergewichtigen Frauen nahm die "Summe der Umfänge von Taille, Hüfte und beiden Oberschenkeln von jeder Patientin" während 4 Wochen signifikant mehr in der wIRA-Gruppe (- 8,0 cm) als in der Kontrollgruppe (- 1,8 cm) ab.

In einer prospektiven, randomisierten, kontrollierten, in der internationalen interdisziplinären Ebene des wissenschaftlichen e-Journals der AWMF "German Medical Science" veröffentlichten Studie mit 40 übergewichtigen Frauen (body mass index BMI 30-40, Körpergewicht 76-125 kg, Alter 20-40 Jahre, isokalorische Ernährung), 20 in der wIRA-Gruppe und 20 in der Kontrollgruppe, wurde untersucht, ob Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarot A (wIRA) während moderater Ergometerausdauerbelastung Wirkungen insbesondere auf die lokale Fettabnahme und auf die Gewichtsabnahme hat, die über die Wirkungen der Ergometerbelastung allein hinausgehen.

In beiden Gruppen führte jede Teilnehmerin dreimal pro Woche über 4 Wochen für 45 Minuten eine Ergometerausdauerbelastung mit einer konstanten Leistung durch. In der wIRA-Gruppe wurden außerdem große Teile des Körpers (einschließlich Taille, Hüfte und Oberschenkel) während aller Ergometrien mit wassergefiltertem Infrarot A (wIRA) und sichtbarem Licht bestrahlt.

Es konnte gezeigt werden, dass die "Summe der Umfänge von Taille, Hüfte und beiden Oberschenkeln von jeder Patientin" sich während 4 Wochen signifikant mehr in der wIRA-Gruppe als in der Kontrollgruppe verminderte. Auch nahm das "Körpergewicht jeder Patientin" während 4 Wochen in der wIRA-Gruppe deutlich mehr als in der Kontrollgruppe ab: 1,9 kg bei wIRA gegenüber 0,0 kg in der Kontrollgruppe.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass wIRA - eingesetzt während moderater Ergometerausdauerbelastung als Reiz zum Fettabbau - den lokalen Fettabbau mit einer hieraus resultierenden lokalen Fettabnahme (z.B. im Bereich der Oberschenkel) in dem sonst nur langsam am Stoffwechsel teilnehmenden (bradytrophen) Fettgewebe steigert. Die vermutlich zugrundeliegenden Mechanismen von wIRA wurden schon nachgewiesen: wIRA wirkt sowohl thermisch (wärmebezogen) als auch nicht-thermisch. Thermische Wirkungen von wIRA sind die Erzeugung eines therapeutischen Wärmefelds mit Zunahme von Gewebetemperatur, Gewebesauerstoffteildruck und Gewebedurchblutung und dadurch vom regionalen Stoffwechsel. Da Fettgewebe normalerweise einen langsamen Stoffwechsel mit niedriger Gewebetemperatur (bradytrophes und hypothermes Gewebe) und mit einer niedrigen Fettauflöserate (Lipolyserate) hat, kann wIRA die Fettauflösung (Lipolyse) im Fettgewebe steigern, und die mobilisierten Fette werden in der Muskulatur während der Ergometerbelastung verbrannt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass wIRA-Bestrahlung während moderater Ergometerausdauerbelastung in Verbindung mit einer angemessenen Ernährung verwendet werden kann, um die Körperzusammensetzung, insbesondere die lokale Fettverteilung, und die Abnahme von Fett und Körpergewicht bei adipösen Personen zu verbessern.

Weitere Informationen unter: GMS German Medical Science. 2006;4:Doc05.
Online verfügbar unter:
http://www.egms.de/pdf/gms/2006-4/000034.pdf (PDF), http://www.egms.de/en/gms/2006-4/000034.shtml (shtml).

Wolfgang Müller | idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org
http://www.egms.de/pdf/gms/2006-4/000034.pdf
http://www.egms.de/en/gms/2006-4/000034.shtml

Weitere Berichte zu: Ergometerausdauerbelastung Fettgewebe Stoffwechsel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

nachricht Tropenviren bald auch in Europa? Bayreuther Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels
21.06.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften