Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartige Technik macht Abklärung des weiblichen Fortpflanzungstraktes schonender

17.07.2006
Das bisher schonendste Verfahren zur endoskopischen Untersuchung des weiblichen Genitaltraktes wird erstmals an der Frankfurter Universitätsfrauenklinik eingesetzt

Die neuartige Technik, die so genannte "transvaginale Endoskopie" (TVE), ist das bislang schonendste Verfahren zur ambulanten oder klinischen endoskopischen Untersuchung des gesamten weiblichen Fortpflanzungstraktes und wird seit Juli 2006 erstmals in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Frankfurt am Main eingesetzt.

Dieses Verfahren zur optischen Darstellung der Organe Eileiter, Eierstock und Gebärmutter ermöglicht eine Sterilitätsabklärung des weiblichen Fortpflanzungstraktes, die die Patientin weniger beeinträchtigt als die bisher übliche Laparoskopie. Bei der Laparoskopie handelt es sich zwar auch um ein schonendes Verfahren zur optischen Untersuchung der Baucheingeweide: Die Patientin wird zwar hier über ein minimal invasives Verfahren nur gering beeinträchtigt. Jedoch muss bei der Laparoskopie der untersuchende Arzt ein optisches Spezialgerät noch über einen kleinen Hautschnitt über die Bauchdecke einführen. Hinzu kommt, dass bei der Laparoskopie dem Bauchraum der Patientin Kohlendioxid zugeführt wird, um den Luftdruck im Bauchraum der Patientin zu erhöhen. Der Arzt kann so zur besseren Sicht die eng beieinander liegenden Organe voneinander trennen, die Patientin empfindet jedoch das Verfahren unter Umständen als belastend.

Hingegen erfolgt bei der TVE der Zugang zum kleinen Becken direkt über die Scheide und nicht über die Bauchdecke. Auf ein "Aufblasen" des Bauchraumes mit Kohlendioxid wird hierbei verzichtet. Vielmehr wird die Übersicht über eine schonende Flüssigkeitsauffüllung des Beckens der Patientin erreicht. Durch den direkten Zugang zu den Organen des weiblichen Fortpflanzungssystems wird die Dauer des Eingriffs deutlich reduziert und kann daher immer ambulant durchgeführt werden. Die optische Darstellung der Organe Eileiter, Eierstock und Gebärmutter ist gegenüber der herkömmlichen Laparoskopie deutlich verbessert. Es kann sogar durch Verwendung einer Mini-Optik eine Spiegelung des Eileiters (Salpingoskopie) durchgeführt werden. "Das Verfahren der TVE bringt durch eine geringere Belastung der Patientin einen deutlichen Fortschritt in der Abklärung des weiblichen Fortpflanzungstraktes", erklärt Privatdozent Dr. Stefan Kissler, Oberarzt an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Frankfurter Universitätsklinikum.

Bei Fragen oder Anmeldungen wenden sich Interessierte an das Sekretariat der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Universitätsfrauenklinik Frankfurt am Main (Oberarzt PD Dr. Stefan Kissler, Tel.: (069) 6301 - 57 08).

Für weitere Informationen:

OA PD Dr. Stefan Kissler
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Klinikum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt/Main
Fon (0 69) 63 01 - 57 08
Fax (0 69) 63 01 - 7120
E-Mail stefan.kissler@kgu.de
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Frankfurt
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de

Weitere Berichte zu: Fortpflanzungstrakt Laparoskopie Organ TVE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Titandioxid-Nanopartikel können Darmentzündungen verstärken
19.07.2017 | Universität Zürich

nachricht Künftige Therapie gegen Frühgeburten?
19.07.2017 | Universitätsspital Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten