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Modernes Gesundheitssystem mit schnellem Zugang zum medizinischen Fortschritt als Herausforderung der Zukunft

18.12.2001


Die Schaffung eines modernen Gesundheitssystems, das Anreize für die optimale Behandlung der Patienten schafft, den Einsatz innovativer, effizienter Medizintechnologien ohne Verzögerungen zulässt und einen bestmöglichen Einsatz der Informationstechnologien für Patienten, Anwender sowie alle übrigen Gesundheitspartner gewährleistet, hat der BVMed als wichtigste Herausforderung der nächsten Jahre bezeichnet.

Der Handlungsdruck zur Erneuerung, Verbesserung und Zukunftssicherung des deutschen Gesundheitssystems wachse dabei fast täglich. Denn: "Es besteht weitgehend Konsens darin, dass der medizinische und medizinisch-technische Fortschritt mit den endlichen Mitteln eines solidarischen Finanzierungssystems heutiger Art künftig nicht leistbar ist", sagte BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt zum Jahreswechsel. 

Hauptziel der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Deutschland muss es sein, auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dabei sollten ernste Krankheitsrisiken auch künftig wirksam und solidarisch abgesichert werden. Der BVMed forderte alle Entscheidungsträger im Gesundheitswesen auf, die große Bedeutung von Medizinprodukten und Medizintechnologien anzuerkennen und bei anstehenden Weichenstellungen hinreichend zu berücksichtigen. 

Als eine der wichtigsten gesundheitspolitischen Herausforderungen bezeichnete es der BVMed, ein innovationsfreundliches Klima im deutschen Gesundheitswesen zu schaffen, um eine optimale Patientenversorgung mit neuen Behandlungsmethoden und innovativen Medizintechnologien zu gewährleisten. Zur Schaffung eines innovationsfreundlichen Klimas sei u. a. notwendig:

  1. Die Budgetierungspolitik in Verbindung mit der Beitragssatzstabilität muss durch ein am tatsächlichen medizinischen Bedarf der Bevölkerung orientiertes Finanzierungssystem unter Einschluss optionaler Finanzierungsmodelle ersetzt werden. 
  2. Das neue Fallpauschalensystem im Krankenhaus muss für innovative Verfahren und Medizintechnologien flexible und schnelle Öffnungen vorsehen.
  3. Die Technologiebewertungsverfahren der Bundesausschüsse müssen transparenter und zügiger werden und die Hersteller angemesen beteiligen. 
Joachim M. Schmitt: "Ein innovationsoffenes Gesundheitssystems ist wichtig, weil innovative Medizintechnologien die Effektivität und die Effizienz in der Patientenversorgung erhöhen und damit zu einer langfristigen Sicherung des Gesundheitssystems beitragen."

Manfred Beeres M.A. | Pressemitteilung

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