Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Erwachsenenbehandlungen in der Kieferorthopädie

27.06.2006
Neuer Wittener Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Dietmar Gesch zählt zu seinen Schwerpunkten Gesundheitsforschung und Behandlung erwachsener Patienten

"Schon bald werden neben Kindern und Jugendlichen auch immer mehr Erwachsene kieferorthopädische Behandlungen in Anspruch nehmen und sich ihre Zahn- und Kieferfehlstellungen therapieren lassen", sagt Prof. Dr. Dietmar Gesch von der Universität Witten/Herdecke (UWH). Er ist neuer Lehrstuhlinhaber für Kieferorthopädie an der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und damit Nachfolger von Prof. Dr. Helga Landmesser, die in diesem Sommersemester in den Ruhestand getreten ist. Ebenso wie seine Vorgängerin fungiert Gesch auch als Leiter der Abteilung für Kieferorthopädie der Wittener Universitäts-Zahnklinik. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehören Studien über die Zahngesundheit in Deutschland und die Behandlung erwachsener Patienten.

Vor seiner Berufung an die Universität Witten/Herdecke war Professor Gesch Stellvertretender Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie an der Universität Greifswald. Dort gehörte er auch zu den Verantwortlichen einer umfangreichen Studie, die international Beachtung gefunden hat. Bei der repräsentativen Untersuchung "Study of Health in Pomerania", der bisher größten ihrer Art in Deutschland, ging es um den Gesundheitszustand der Bevölkerung in Vorpommern. Die Studie, deren Ergebnisse auch auf andere Länder und Regionen übertragbar sind, verknüpfte human- und zahnmedizinische Fragestellungen und belegte z.B. einen Zusammenhang von Zahnfehlstellungen und Beschwerden im Kopf- und Kiefergelenkbereich sowie Schäden am Zahnhalteapparat. Ein weiterer Befund: Bei rund einem Drittel der erwachsenen Bevölkerung besteht kieferorthopädischer Behandlungsbedarf.

Nationale und internationale Daten zeigen, dass die kieferorthopädische Behandlung Erwachsener, bisher sind rund 20 bis 25 Prozent der Patienten Erwachse, deutlich und stetig zunimmt. Dennoch: "Viele Menschen wissen noch gar nicht, dass es Behandlungsmöglichkeiten - auch mit 'unsichtbaren' Apparaturen - bis ins hohe Alter gibt", so Gesch. Neben der Patientenversorgung und der fachwissenschaftlichen Arbeit reizt ihn an der Universität Witten/Herdecke besonders die Kooperation mit den humanmedizinischen Kollegen - auch im Rahmen des neuen Schwerpunkts Versorgungsforschung. Dietmar Gesch: "Witten/Herdecke ist eine flexible und überschaubare Universität mit einem sehr guten Netz kooperierender Praxen und Kliniken, was sie für die Versorgungsforschung prädestiniert. Über diese Möglichkeiten verfügt kaum eine andere Hochschule in Deutschland."

Weitere Infos: Prof. Dr. Dietmar Gesch, 02302/926-642, Dietmar.Gesch@uni-wh.de

Dr. Olaf Kaltenborn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

Weitere Berichte zu: Kieferorthopädie Versorgungsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten