Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maßgeschneidertes Programm bringt Frauen in Bewegung

20.06.2006
Mit einem gezielten Bewegungsprogramm lassen sich selbst eingefleischte Sportmuffel in Schwung bringen.

Insbesondere 30- bis 60-jährige Frauen aus sozial benachteiligten Schichten bewegen sich selten. Dabei liegt es nicht an mangelndem Interesse, dass die Frauen wenig Sport treiben, sondern eher an fehlenden Angeboten für diese Zielgruppe. Denn erste Zwischenergebnisse des am Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg angesiedelten BIG-Projekts (Bewegung als Investition in Gesundheit) zeigen, dass diese Frauen mit einem zielgruppengerechten Programm durchaus sportlich aktiv werden und dann mit Spaß dabeibleiben. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern und Vertreterinnen aus sozial benachteiligten Schichten erarbeiten Projektleiter Professor Alfred Rütten und die MitarbeiterInnen von BIG derzeit präventive Maßnahmen zur Bewegungsförderung - finanziell unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

"Die Frauen haben uns zum Beispiel darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, eine Kinderbetreuung während der Kurse anzubieten und außerdem die Kurszeiten mit beeinflusst", erklärt Projektmitarbeiterin Dr. Ulrike Röger von der Universität Erlangen-Nürnberg. Auch die Kursinhalte bestimmten die Frauen mit. Auf ihren Wunsch hin beinhalten die beiden gesundheits- und fitnessorientierten Bewegungsprogramme "Fit mit Spaß" und "Sanfte Bewegung" zum Beispiel ausdauerorientierte Aerobic-Elemente und Entspannungsübungen aber auch Möglichkeiten für sozialen Austausch. Das Modellprojekt mit verschiedenen Sportangeboten für Frauen läuft bereits ausgesprochen erfolgreich an drei verschiedenen Standorten in Erlangen: in einem Wohngebiet, bei einem Sportverein und in einem großen Betrieb.

Runter vom Sofa - rein ins Wasser

... mehr zu:
»BIG-Projekt

Das Angebot umfasst unter anderem zwei gemischte Indoor-Sport- und Bewegungsprogramme unterschiedlicher Belastungsintensität zur Verbesserung von Ausdauer, Beweglichkeit, Kraft und Koordination, Anfängerschwimmkurse für Frauen und eine Frauenbadezeit im Schwimmbad. Am besten kommt bei den Erlangerinnen die Badezeit an, gefolgt von den Bewegungsprogrammen und den Schwimmkursen, wobei die Lieblingsaktivitäten von Standort zu Standort variieren. Ab 2006 soll das BIG-Projekt in anderen Regionen Deutschlands und auch international verbreitet werden.

Prof. Dr. Alfred Rütten | Universität Erlangen-Nürnberg
Weitere Informationen:
http://www.sport.uni-erlangen.de
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: BIG-Projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise