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Lungentest für Kinder unter fünf Jahren entwickelt

12.06.2006
Multiple Breath Washout-Verfahren problemlos einsetzbar

Wissenschaftler des Great Ormond Street Hospital haben ein Verfahren zur genauen Überprüfung der Lungenfunktion bei Kleinkindern entwickelt, die an Problemen mit der Atmung leiden. Sehr kleine Kinder können die spezielle Atemtechnik nicht bewältigen, die für konventionelle Funktionstests erforderlich ist. Das neue Verfahren macht Probleme erkennbar, auch wenn die Kinder keine Symptome aufweisen. Die Forschungsergebnisse wurden im Rahmen der Lungs are for Life-Kampagne der British Lung Foundation der Öffentlichkeit vorgestellt.

Atemwegserkrankungen gehören zu den am häufigsten gemeldeten Langzeiterkrankungen bei Kindern. Laut BBC entfallen in Großbritannien 34 Prozent der wöchentlichen Besuche beim praktischen Arzt und 15 Prozent der Einweisungen ins Krankenhaus auf Atmungsschwierigkeiten. Bei Kindern unter fünf Jahren, die an chronischen Problemen der Atemwege litten, mussten die Ärzte sich bisher auf die Untersuchung des Brustkorbes und die Berichte der Eltern verlassen. Mit dem so genannten Multiple Breath Washout-Verfahren kann das Kind ruhig durch eine Gesichtsmaske atmen, während es sich zehn bis fünfzehn Minuten lang einen Lieblingsfilm ansieht.

Das Team um Janet Stocks testete das neue Verfahren an 40 Kindern im Vorschulalter, die an Mukoviszidose litten und rund 40 Kindern mit gesunden Lungen. Der Test identifizierte bei 73 Prozent der erkrankten Kinder Abweichungen, obwohl viele von ihnen zu diesem Zeitpunkt keine Symptome im Bereich des Brustkorbes aufwiesen und bei anderen Tests normale Ergebnisse lieferten. Laut den Wissenschaftlern sind diese Ergebnisse auch für andere Lungenerkrankungen wie Asthma und chronische Lungenerkrankungen bei Frühgeborenen gültig. Stocks erklärte, dass damit eine Lungenerkrankung erkannt werden könne, bevor die Symptome sichtbar würden. "Die Kinder können die richtige Behandlung erhalten, bevor ein nicht wieder gutzumachender Schaden an der Lunge entstanden ist." Zusätzlich könne man jetzt von der Kindheit an kontinuierlich Informationen über das Lungenwachstum und die Entwicklung sammeln und damit wichtige Hinweise auf das Fortschreiten von Lungenerkrankungen und die Auswirkungen verschiedener Medikamente auf den kindlichen Körper erhalten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gosh.nhs.uk
http://www.lunguk.org

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