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Deutsche Krebshilfe Preis 2000 verliehen

07.12.2001


Kieler Kinderpathologe Professor Dieter Harms ausgezeichnet

Bonn (ek) - Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr.-Ing. habil. Dagmar Schipanski, verlieh heute, am 7. Dezember 2001, im Rahmen einer Feierstunde in Bonn den Deutsche Krebshilfe Preis, gestiftet von Dr. Wilhelm Hoffmann. Ausgezeichnet wurde damit Herr Professor Dr. Dr. h.c. Dieter Harms, Direktor des Instituts für Paidopathologie der Universität Kiel. Durch sein Lebenswerk hat er dazu beigetragen, die onkologische Kinderpathologie voran zu bringen. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass das Kindertumorregister in Kiel eine international anerkannte Einrichtung wurde. Der Deutsche Krebshilfe Preis wurde nunmehr zum fünften Mal vergeben und ist mit 25.000 Mark dotiert.

"Ohne die Kinderpathologie mit ihrem zentralen Kindertumorregister in Kiel könnten heute nicht so viele krebskranke Kinder geheilt werden", so Professor Dr. Ulrich Göbel, Direktor der Universitätskinderklinik Düsseldorf, in seiner Festrede. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 1.800 Kinder und Jugendliche an Krebs, bei denen die Diagnostik und Therapie nach einheitlichen Therapieoptimierungsprotokollen erfolgt. Hierzu gehört auch die referenzpathologische Begutachtung in jedem Einzelfall, um auch bei seltenen Erkrankungen die erforderliche Therapie richtig auszuwählen. Die Heilungschancen sind dadurch in den letzten 20 Jahren deutlich angestiegen: Heute können drei von vier krebskranke Kinder geheilt werden.

"Professor Harms hat es verstanden, Krankenversorgung und Forschung in einer geradezu beispielhaften Weise zu verknüpfen", erläuterte Professor Dr. Dr. h.c. Robert Fischer, Vorsitzender des Medizinischen Beirats der Deutschen Krebshilfe, in seiner Laudatio. Mit der Preisverleihung setzt die Deutsche Krebshilfe auch ein gesundheitspolitisches Signal: "Durch sein Lebenswerk hat Professor Harms entscheidend dazu beigetragen, die Diagnostik und damit zugleich die Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland auf das heutige hohe Niveau zu bringen," so Fischer. Die Auszeichnung dieses Verdienstes soll dazu beitragen, der Kinderpathologie den ihr zustehenden Stellenwert zu geben.

Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis kommt die in Bonn ansässige Organisation dem letzten Wunsch der Familie Dr. Wilhelm Hoffmann nach, herausragende Forscher auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung auszuzeichnen. Der Preis wird finanziert aus den Zinserträgen eines Vermächtnisses zugunsten der Deutschen Krebshilfe.

Dr. med. Eva M. Kalbheim-Gapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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