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Erste selbstständige Abteilung Genetische Epidemiologie Deutschlands in Göttingen

26.11.2001


Prof. Dr. Heike Bickeböller Leiterin Abt. Genetische Epidemiologie
Erstmals in Deutschland selbstständige Abteilung Genetische Epidemiologie eingerichtet


Professor Dr. Heike Bickeböller ist seit Oktober 2001 Leiterin der neu gegründeten Abteilung Genetische Epidemiologie im Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen. Die Abteilung gehört zum Zentrum Interdisziplinäre Einrichtungen - Informatik, Statistik und Epidemiologie und ist die erste selbstständige Abteilung dieser Fachrichtung in Deutschland. Arbeitsschwerpunkte sind die Untersuchung genetischer Einflüsse bei komplexen Erkrankungen und die Entwicklung statistischer Verfahren hierfür. Ziel ist ein besseres Verständnis für die Auswirkung der individuellen genetischen Zusammensetzung auf Krankheitsentstehung, Verlauf, Prognose und Therapie auch im Wechselspiel mit Umweltfaktoren wie zum Beispiel Rauchen. In Kooperationen im Nationalen Genomforschungsnetz werden beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems erforscht. Die Abteilung deckt damit nicht nur die klassische Epidemiologie ab, sie hat auch große Bedeutung für die Klinische Forschung.

Professor Heike Bickeböller wurde 1961 in Lüdinghausen geboren und studierte Mathematik und Physik in Düsseldorf. 1993 wurde sie an der University of Washington, Seattle (USA) promoviert. Danach war sie bei INSERM, Unité 155, Epidémiologie Génétique in Paris und am Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie am Klinikum rechts der Isar tätig. 1998 habilitierte sie sich an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität München mit ihrer Schrift zum Thema "Der Transmission/Disequilibrium Test: Erweiterungen und statistische Eigenschaften". Zuletzt war Prof. Bickeböller am Institut für Epidemiologie im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München tätig.

Rita Wilp | idw

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