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Neue Entwicklungen in der interdisziplinären Behandlung von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

22.11.2001


Seit mehr als 40 Jahren besteht an der Universität Rostock ein Rehabilitationszentrum für Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Gesichtsfehlbildungen. In dieses Zentrum sind verschiedene Fachgebiete der Zahnmedizin und Medizin integriert, wie Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Kieferorthopädie, Prothetische und Konservierende Zahnheilkunde, Logopädie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kinderheilkunde. In diesem Zentrum wurde bisher mehr als 2000 Patienten interdisziplinär betreut. Es hat durch jahrelange erfolgreiche Behandlung von Spaltpatienten und zahlreiche wissenschaftliche Tagungen sowie anerkannte wissenschaftliche Publikationen international einen guten Ruf erworben. Mitgliedschaften in internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien sprechen für die besondere Anerkennung des Rostocker Spaltzentrums. Vertreter des Spaltteams sind vielfach an Weiterbildungsveranstaltung für die Zahnärzteschaft sowie an Vorträgen für die Bevölkerung der Region tätig.

So führten die Klinik und Polikliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Rostock gemeinsam mit der Mecklenburg-Vorpommerschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an den Universitäten Greifswald und Rostock im November 2001 im Rahmen der Tage der Forschung eine Fortbildungsveranstaltung in der Aula der Universität Rostock durch. Teilnehmer der gut besuchten Veranstaltung waren interessierte Bürger der Region, Eltern von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sowie Zahnärzte und Ärzte der Region. Vertreter des Rostocker Spaltteams referierten über ?Neue Entwicklungen in der interdisziplinären Behandlung von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten.? Im Vordergrund standen Fragen der Entstehung und Einteilung von Gesichtsfehlbildungen, die wachstumsbegeleitende Betreuung und die operativen Behandlungsmöglichkeiten von Spaltpatienten, hals-nasen-ohrenärztliche und sprachheilpädagogische Aspekte der Rehabilitation sowie die kinderzahnärztliche und zahnärztlich prothetische Behandlung dieser Patienten. Alle Beiträge lösten bei den Teilnehmern eine rege Diskussion aus, in der auch Fragen der Vorbeugung von Gesichtsfehlbildungen anhand eines aktuell erarbeiteten Merkblattes erörtert wurden, das von Interessenten beim Spaltzentrum abrufbar ist.


Prof. Volker Bienengräber
T: 0381 494 678

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw

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