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Notfall: plötzliche einsetzende, starke Kopfschmerzen

21.11.2001


Einer aktuellen Untersuchung zufolge konnten schwedische Wissenschaftler die Rate der lebensbedrohlichen Hirnblutungen durch gezielte Information und Weiterbildung der Ärzte um 77 Prozent vermindern.

Dies berichtet die Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in ihren jüngsten Kopfschmerz-Nachrichten. Danach sind sich alle Experten darin einig: Treten Kopfschmerzen schlagartig und in ungewohnter Stärke auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Kommen noch Ausfallerscheinungen wie etwa Lähmungen und Sprach- oder Sehprobleme hinzu, ist dies ein Notfall, der sofort in einer Klinik behandelt werden muss. Ihren Kollegen raten die Spezialisten der DMKG, in solchen Fällen immer auch an eine Hirnblutung zu denken.

Doch bei mehr als 90 Prozent aller Kopfschmerzen handelt es sich entweder um Migräne oder um Spannungskopfschmerzen. Diese "primären Kopfschmerzen" haben zwar organische Ursachen, sind aber aus medizinischer Sicht für die Patienten nicht wirklich bedrohlich. Anders ist das allerdings bei einer lebensgefährlichen Hirnblutung. Betroffen sind häufig Menschen mit einer angeborenen Missbildung der Blutgefäße im Gehirn. Ihre Adern sind an manchen Stellen dünn und brüchig und bilden Aussackungen. Kommen Risikofaktoren wie Bluthochdruck hinzu, besteht die Gefahr, dass ein Blutgefäß platzt. Manchmal drückt eine solche Aussackung auf einen Nerv oder es tritt eine kleine Menge Blut aus, bevor das Gefäß platzt. Dann treten als erste Warnzeichen Kopfschmerzen auf, die nicht immer von Ausfallerscheinungen wie Sehstörungen begleitet werden. Diese Kopfschmerzen sollten daher umgehend von einem Arzt abgeklärt werden, damit eine drohende, massive Blutung verhindert werden kann.

Platzt das Blutgefäß ganz und kommt es zu einer massiven Blutung, entsteht ein schlagartiger, ungemein heftiger Vernichtungskopfschmerz mit gleichzeitigen weiteren Symptomen wie Bewusstlosigkeit, Benommenheit, Lähmungserscheinungen oder epileptischen Anfällen. Da akute Lebensgefahr besteht, ist eine sofortige Behandlung in einer Klinik erforderlich.

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