Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenslotsen im Meer von medizinischer Information

20.11.2001


Das Wissensnetzwerk evidence.de bereitet Gesundheitsthemen im Internet zielgruppengerecht auf. Die neueste Leitlinie zur Vermeidung des Dekubitus ist auch für Pflegende relevant

Eine aufwändige Studie mit 72 Lehrpraxen der Universität Witten/Herdecke zum Thema "neue Wege der Wissensvermittlung" bestätigte bereits im Sommer 2001: Mediziner werden in Zukunft immer mehr zu netzbasierten und multimedialen Lernwerkzeugen greifen, um aus der Flut von Informationen das herauszufiltern, was für sie und ihre Patienten relevant ist. Bisher nutzen Ärzte im Wesentlichen noch die traditionellen Medien wie Fachzeitschriften, Gespräche im Kollegenkreis oder Qualitätszirkel. Elektronische Medien spielen bei der Weiterbildung eher eine untergeordnete Rolle. 49 Prozent schätzen die Effizienz des Internet für die Fortbildung als gering ein.

Damit sich das in Zukunft ändert, bietet Evidence.de ein medizinisches Wissensportal mit systematisch aufgearbeiteten Leitlinien zu ausgewählten Gesundheitsthemen für die medizinischen Professionen.

Es soll in der Flut von mehr oder weniger seriösen Informations- und Fortbildungsangeboten zum Thema Gesundheit im Internet zu wirklich relevantem und verständlich aufbereitetem Wissen verhelfen.

"Relevant" bedeutet: Wissen, auf dem neusten Stand der Forschung, aufbereitet für die ärztliche Praxis. "Relevant" bedeutet auch: Alles Wissen, das Nutzer bei evidence.de finden ist "geprüftes Wissen", erklärt Projektinitiator Dr. Martin Butzlaff. Und: Es wird laufend aktualisiert. "Wir sehen uns als Lotsen durch die Informationsflut", betont Butzlaff.

Die ersten Leitlinien wurden 1999 publiziert, zwei der Themen wurden seitdem bereits überarbeitet, sodass jetzt aktuelle Empfehlungen zu "Herzinsuffizienz", "Demenz", "Harnwegsinfekt" und "Früherkennung des Dickdarmkrebses" abrufbar sind.

Seit heute steht nun auch die fünfte Leitlinie im Netz; zu einem Thema, das vor allem in einer alternden Gesellschaft immer größere Bedeutung gewinnt: Dekubitus, das Wundliegen von Langzeitkranken und älteren Menschen. Eine Million Menschen sind davon allein in Deutschland betroffen, Tendenz steigend. Bisher ist der Dekubitus schlecht therapierbar. Doch in Zukunft soll es durch die in Zusammenarbeit mit dem Wittener Institut für Pflegewissenschaft und den Wuppertaler Kliniken entwickelten Leitlinien von evidence.de möglich sein, wirksamer gegen den Dekubitus vorzugehen; Ärzte, Pflegende und Angehörige können auf die gleiche Wissensbasis zugreifen.

Das fünfköpfige Ärzteteam des Wissensnetzwerkes möchte bis Ende nächsten Jahres weitere 16 Leitlinien online publizieren. Darunter finden sich so verbreitete Leiden wie Rückenschmerzen, Mittelohrentzündung bei Kindern und Gallensteine.

Kontakt: Dr. Martin Butzlaff, Tel.: 02302/926-714
butzlaff@evidence.de

Christiane Bensch | idw
Weitere Informationen:
http://www.evidence.de/

Weitere Berichte zu: Dekubitus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Innovative Antikörper für die Tumortherapie
20.02.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Nervenschmerzen zukünftig wirksamer behandeln
20.02.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie