Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Bildersprache zum Thema Darmkrebs

19.11.2001


Wim Wenders dreht TV-Spot über Früherkennung

Die Menschen bei ihrer Ahnungslosigkeit packen will ein TV-Spot von Wim Wenders, der das Thema Darmkrebs-Früherkennung auf eine ganz überraschende Art angeht: Ein runder Perlen-Ohrstecker steht symbolisch für einen unentdeckten Tumor im Darm. Die Deutsche Krebshilfe und die Felix Burda Stiftung für Krebsforschung stellten den Kurzfilm "Ohrstecker" heute, am 19. November 2001, in Bonn vor. Der Spot wurde im Rahmen einer Aufklärungskampagne über Darmkrebs-Früherkennung entwickelt und wird in den nächsten Monaten in verschiedenen Fernsehsendern gezeigt.

"Ich und Zeit? Du bist gut..." - so endet der Dialog zwischen den beiden Protagonisten des TV-Spots "Ohrstecker" von Wim Wenders. Der Tenor des Films: Wer hat schon Zeit, sich um sich selbst zu kümmern - und wer nimmt sich die Zeit, zur Krebs-Früherkennung zu gehen? Wim Wenders schuf in seinem Spot, den er im Auftrag der Deutschen Krebshilfe und der Felix-Burda-Stiftung für Krebsforschung gedreht hat, eine Bilderwelt, die das Thema Darmkrebs-Früherkennung in einen neuen, unkonventionellen Zusammenhang stellt: Früherkennung gehört mitten ins moderne Leben; wer rechtzeitig etwas tut, der wird nicht plötzlich zum Opfer. "Es ist ein Skandal, dass in Deutschland Jahr für Jahr 30.000 Menschen an Darmkrebs sterben, weil er zu spät entdeckt wurde. Darmkrebs ist noch immer ein Tabuthema. Wir müssen den Menschen beibringen, dass sie Darmkrebs durch die Früherkennung verhindern können - sie müssen nur hingehen!", sagte Dr. Christa Maar, Präsidentin der Felix-Burda-Stiftung.

Die Geschichte "Ohrstecker" spielt in einer Hamburger Altbauwohnung. Ein Paar, beide zwischen Mitte 40 und Anfang 50, macht sich fertig zum Ausgehen. Er lauscht einer Nachtigall und spielt deren "Triller" auf dem Klavier nach, sie steht vor dem Spiegel und plaudert über die gemeinsame Freundin Hannah. Die beiden unterhalten sich mit der Intimität und Gelassenheit eines alten Paares, jedoch mit dem Unterton einer tiefen, ruhigen Liebe zueinander. Als sie sich um Spiegel vorbeugt, um einen großen runden Perl-Ohrstecker anzulegen, sieht der Zuschauer neben der Großaufnahme der Perle den unvermuteten Satz: "Genauso groß ist der unentdeckte Tumor in ihrem Darm". Das Paar tritt mit seinem Dialog in den Hintergrund; im Vordergrund sieht man einen Kerzenleuchter. Eine der Kerzen erlischt. Eingeblendet erscheint eine Schrift: "Auch wenn Sie sich gesund fühlen - gehen Sie zur Darmkrebs-Vorsorge!"

"Krebsvorsorge müsste vor allem die vermeintliche Ohnmacht der Krankheit gegenüber adressieren und in ein positives Denken und Handeln umfunktionieren", so Wim Wenders über seinen TV-Spot. Dieser entstand im Rahmen eines Kommunikationskonzeptes, das von der Agentur Michael Conrads & Leo Burnett, Frankfurt, erarbeitet wurde. "Darmkrebs hat keine Frühsymptome. Daher muss das Signal, das die Krankheit nicht gibt, in Form einer Aufklärungskampagne gegeben werden. Nicht faktisch und unpersönlich, sondern eindringlich und involvierend führen wir die Menschen mit der Kampagne zum kritischsten Punkt bei dieser Thematik: ihre totale Ahnungslosigkeit", erläuterte Christoph Barth, Chief Creative Officer von Michael Conrads & Leo Burnett, bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Spots in Bonn.

Gemeinsam wollen Deutsche Krebshilfe und Felix Burda Stiftung die Bereitschaft der Menschen erhöhen, zur Darmkrebs-Früherkennung zu gehen. "Wir müssen über Darmkrebs sprechen, denn das Schweigen erhöht die Gefahr, an Darmkrebs zu sterben!", betonte Professor Dr. Wolff Schmiegel, Mitglied des Medizinischen Beirats der Deutschen Krebshilfe. Der 45-Sekunden-Spot wird in den kommenden Wochen in mehreren Fernsehsendern laufen, die ihre Sendezeit kostenlos zur Verfügung stellen.

Dr. med. Eva M. Kalbheim-Gapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de/

Weitere Berichte zu: Darmkrebs Darmkrebs-Früherkennung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome
28.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Die bestmögliche Behandlung bei Hirntumor-Erkrankungen
28.03.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit