Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kamelmilch liefert Antikörper gegen Krankheiten

24.04.2006


FAO will Nahrungsmittel auch in Europa marktreif machen



Was in der arabischen Welt schon lange als gesundes Nahrungsmittel gilt, soll in Zukunft auch europäischen und amerikanischen Konsumenten nicht vorenthalten werden: Kamelmilch könnte aufgrund seiner reichhaltigen Vitamine und Spurenelemente das Super-Nahrungsmittel für Gesundheitsapostel werden, meinen Expetern der UN-Ernährungsorganisation FAO. BBC-Online berichtet, dass das Interesse seitens der renommierten Kaufhäuser Harrods und Fortnum & Mason bereits vorhanden ist.

... mehr zu:
»Antikörper »Hepatitis C


Tatsächlich ist die Kamelmilch reich an den Vitaminen B und C, hat zehn Mal mehr Eisen als Kuhmilch, schmeckt allerdings salziger als herkömmliche Milch. Experten meinen, dass Antikörper in Kamelmilch auch wirksam gegen Krebs, HIV/Aids, Alzheimer und Hepatitis C sind. Derzeit sind Wissenschaftler noch damit beschäftigt herauszufinden, ob Kamelmilch auch vorbeugend gegen Diabetes und Herzerkrankungen sein kann. Die FAO hingegen ermutigt jetzt schon Kamelmilch-Produzenten von Mauretanien bis Kasachstan, in Zukunft verstärkt den europäischen Markt zu beliefern.

"Das Potenzial ist wahrlich groß und Milch bedeutet Geld", so Anthony Bennett, FAO-Milchexperte. Bennett schätzt das Marktpotenzial auf mindestens 200 Mio. Kunden in der gesamten arabischen Welt und mehrere zehn Mio. in Europa, Amerika und Afrika. Der Markt für Kamelmilch wird auf mindestens acht Mrd. Euro geschätzt. Allerdings betont Bennett, müsse es Verbesserungen in der gesamten Versorgungskette geben. "Es wird zwar keine Kamelfarmen für die Milchwirtschaft geben wie dies in der Milchwirtschaft betrieben wird. Allerdings sollen die Tiere besseres Futter bekommen, damit sie mehr Milch geben", so Bennett. Auch hinsichtlich veterinärmedizinischer Untersuchungen müsse noch einiges getan werden. Frische Kamelmilch kostet derzeit auf den afrikanischen Märkten rund einen Dollar pro Liter. Das würde für die nomadisch lebenden Viehzüchter eine durchaus lukrative neue Einkommensquelle sein.

Ein großes Problem gibt es allerdings in der Handhabung der Kamelmilch: Bisher konnte nämlich nicht nachgewiesen werden, dass die Milch die Ultra-Hoch-Erhitzung (UHT) verträgt. Das sei aber gerade im Hinblick auf die langen Lieferwege notwendig. Umgekehrt eignet sich Kamelmilch hervorragend für die Herstellung von Käse. Die größte Herausforderung, um einen effektiven Vertrieb aufzubauen liegt aber darin, dass die meisten Kamelhalter nomadisch leben. Gewöhnungsbedürftig für heimische Gaumen könnte höchstens der etwas andere Geschmack der Milch sein. Ernährungsexperten sehen aufgrund des hohen Kalziumgehalts und der deutlich geringeren Menge an gesättigten Fetten eine willkommene und gesunde Nahrungsergänzung.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.fao.org

Weitere Berichte zu: Antikörper Hepatitis C

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Substanz blockiert krebsspezifische Mutation bei Leukämie und Hirntumoren
30.05.2017 | Deutsches Krebsforschungszentrum

nachricht Makula-Degeneration – Deutschlands häufigste Augenerkrankung braucht mehr Aufmerksamkeit
30.05.2017 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Graphen ohne das Anlegen störender elektrischer Kontakte zu charakterisieren. Damit lassen sich gleichzeitig der Widerstand und die Quantenkapazität von Graphen sowie von anderen zweidimensionalen Materialien untersuchen. Dies berichten Forscher vom Swiss Nanoscience Institute und Departement Physik der Universität Basel im Wissenschaftsjournal «Physical Review Applied».

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen. Es ist transparent, härter als Diamant, stärker als Stahl, dabei aber flexibel und ein deutlich...

Im Focus: New Method of Characterizing Graphene

Scientists have developed a new method of characterizing graphene’s properties without applying disruptive electrical contacts, allowing them to investigate both the resistance and quantum capacitance of graphene and other two-dimensional materials. Researchers from the Swiss Nanoscience Institute and the University of Basel’s Department of Physics reported their findings in the journal Physical Review Applied.

Graphene consists of a single layer of carbon atoms. It is transparent, harder than diamond and stronger than steel, yet flexible, and a significantly better...

Im Focus: Detaillierter Blick auf molekularen Gifttransporter

Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der...

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wissenschaftsforum Chemie 2017

30.05.2017 | Veranstaltungen

Erfolgsfaktor Digitalisierung

30.05.2017 | Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode zur Charakterisierung von Graphen

30.05.2017 | Physik Astronomie

Riesenfresszellen steuern die Entwicklung von Nerven und Blutgefäßen im Gehirn

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Nano-U-Boot mit Selbstzerstörungs-Mechanismus

30.05.2017 | Biowissenschaften Chemie