Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bluthochdruck schädigt die Nieren

18.04.2006


Die Gesellschaft für Nephrologie warnt: Nierenversagen ist eine häufige Spätfolge von Bluthochdruck



Hoher Blutdruck tut nicht weh - und deshalb bemerken viele Menschen gar nicht, dass sie an dieser Erkrankungen leiden und ein erhöhtes Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen haben. Mit dem Welthypertonietag soll auf diese Gefahr hingewiesen und das dramatisch unterschätzte Leiden des Bluthochdrucks in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden, denn bereits jetzt sterben in den westlichen Industrieländern mehr Menschen an der Hypertonie (=Bluthochdruck) und ihren Folgen als an Krebs. In Deutschland leidet in etwa jeder vierte Erwachsene unter Hypertonie, jedoch wissen nur die wenigsten um ihre Erkrankung. Es ist daher wichtig, regelmäßig seinen Blutdruck kontrollieren zu lassen und typische Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, zuviel Alkohol oder Stress zu minimieren.



Die Gesellschaft für Nephrologie unterstützt diesen Appell, denn letztendlich geht eine Vielzahl der Fälle von Nierenversagen auf das Konto von nicht erkanntem und unbehandeltem Bluthochdruck. Viele Dialysepatienten könnten noch ein "normales" Leben führen, hätten sie frühzeitig ihre Hypertonie bemerkt und durch eine entsprechende Lebensweise und/oder eine medikamentöse Therapie entgegengewirkt.

Was viele Menschen nicht wissen: Bluthochdruck und Nierenerkrankungen bedingen sich gegenseitig: Zum einen können Nierenerkrankungen zu hohem Blutdruck führen, da die Nieren nicht nur eine Entgiftungsfunktion haben, sondern auch die "Pegelstände" des Körpers regulieren - beispielsweise die für Salze, Wasser, aber auch den Blutdruck. Kranke Nieren können diese Funktionen nicht mehr erfüllen, und ein hoher Blutdruck ist eine gängige Folge. Umgekehrt führt ein hoher Blutdruck häufig zu Gefäßveränderungen in den Nieren und ist somit für das Fortschreiten eines Funktionsverlusts des Organs verantwortlich. Eine effektive Blutdrucksenkung ist daher eine entscheidende Vorraussetzung zur Verlangsamung des Fortschreitens der Niereninsuffizienz.

Liegt bereits eine Nierenerkrankung vor, muss daher unbedingt eine Blutdrucksenkung erfolgen - mindestens auf den Optimalwert von 130/80 mmHG erfolgen, besser jedoch auf unter 125/75 mmHG, wie es die Deutsche Hochdruckliga in Einklang mit internationalen Fachgesellschaften empfiehlt.

Doch auch "Gesunde" sollten ihren Nieren zu Liebe ihre Blutdruckwerte im Auge behalten und bei erhöhten Werten einen Arzt konsultieren.

Weitere Informationen: www.nierengesellschaft.de oder unter www.hochdruckliga.de .

Pressesprecher der Gesellschaft ist Prof. Jan Galle. Die Pressestelle der Gesellschaft leitet Frau Bettina Albers von der Fa. Aviso. An sie können Sie sich mit Ihren Presseanfragen jederzeit gern wenden - Kontaktdaten:

Bettina Albers
AVISO Verlagsgesellschaft mbH
medien.arbeit
Aviso Verlagsgesellschaft mbH
Tel.: +49 (03643) 828284
Fax: +49 (03643) 828285
Postfach 2324
D-99404 Weimar
Bettina.albers@aviso-medienarbeit.de

Bettina Albers | idw
Weitere Informationen:
http://www.nierengesellschaft.de
http://www.hochdruckliga.de

Weitere Berichte zu: Bluthochdruck Hypertonie Niere Nierenerkrankung Nierenversagen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften