Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TMF startet Schriftenreihe zur Telematik in der medizinischen Forschung

29.03.2006


Erster Band erschienen: "Generische Datenschutzkonzepte der TMF"


Mit dem Erscheinen des Buches "Generische Lösungen zum Datenschutz für die Forschungsnetze in der Medizin" startet die Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze (TMF) eine eigene Schriftenreihe. In der Medizinisch Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft (MWV), einem jungen Berliner Fachverlag, werden künftig Ergebnisse aus den Projekten der TMF sowie Referenzwerke zur Gesundheitstelematik veröffentlicht. "Wir sind stolz auf den Auftakt dieser Reihe und freuen uns, dass damit die wichtigen Ergebnisse der Arbeit in der TMF für einen breiteren Kreis nutzbar werden", so Sebastian C. Semler, wissenschaftlicher Geschäftsführer der TMF. Mit der Publikation ihrer Ergebnisse wird die TMF unter anderem Checklisten, Schulungsunterlagen, Leitfäden und Rechtsgutachten zur Verfügung stellen, die für die praktische Arbeit in vernetzten medizinischen Forschungsvorhaben einen erheblichen Wert besitzen.

Datenschutz und medizinische Forschung sind vereinbar


Eine der großen Herausforderungen für die medizinische Forschung ist es, klinische Studien über längere Zeiträume an großen Patientenkollektiven durchzuführen. Die historisch gewachsene, strikte Datenschutzgesetzgebung in Deutschland erlaubt die hierzu notwendige, zentrale Zusammenführung patientenbezogener Daten allerdings meist nicht. Mit dem Band "Generische Lösungen der TMF zum Datenschutz für die Forschungsnetze in der Medizin" werden anerkannte Konzepte der TMF veröffentlicht, die maßgeblich dazu beitragen, eine wesentliche Hürde im Bereich der medizinisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu beseitigen. Die TMF-Datenschutzlösungen ermöglichen die Optimierung des Informationsflusses und Datenaustauschs von der Klinik zur Wissenschaft und aus der Wissenschaft in die Regelversorgung. Damit sind medizinische Forschungsnetzwerke nicht mehr gezwungen, teure "datenschutzrechtliche Eigenkonstruktionen" zu erstellen.

Von Datenschützern akzeptiert

Die nun in Buchform vorliegende Fassung der Datenschutzkonzepte ist 2003 von den Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder akzeptiert worden. Seither hat eine Vielzahl von Forschungsverbünden auf dieser Basis spezifische Datenschutzkonzepte erstellt und der Arbeitsgruppe Datenschutz der TMF vorgelegt, die sich zunehmend als nationale Anlaufstelle für diese Thematik etabliert hat. Besonders die Verständigung auf gemeinsame Sprach- und Vorstellungswelten zwischen medizinischer Forschung und Datenschutzbeauftragten, die mit der Erstellung und Genehmigung der TMF-Datenschutzkonzepte einher ging, hat zu einer deutlichen Verkürzung der Genehmigungsverfahren für die spezifischen Konzepte einzelner Forschungsverbünde beigetragen. Damit konnte auf beiden Seiten eine deutliche Zeit- und Arbeitsersparnis erreicht werden. Die TMF schreibt die Datenschutzkonzepte fort, um sie an sich ändernde gesetzliche Rahmenbedingungen, technische Entwicklungen und neue organisatorische Anforderungen anzupassen.

Die Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze (TMF)

In der TMF haben sich Netzwerke und vernetzt arbeitenden Einrichtungen der medizinischen Forschung zusammengeschlossen, um gemeinsame Strategien und Lösungen zu übergreifenden Fragestellungen der vernetzten medizinischen Forschung - besonders im Bereich der Telematik - zu entwickeln. Ihr gehören unter anderem die 17 Kompetenznetze in der Medizin, zwölf Koordinierungszentren für Klinische Studien, sechs Netzwerke für Seltene Erkrankungen, das Nationale Genomforschungsnetz sowie das Paul-Ehrlich-Institut an. Die TMF nutzt die thematische und fachliche Vielfalt in den Verbünden, um eine breite inhaltliche Abstimmung ihrer Ergebnisse in der medizinischen und medizininformatisch-biometrischen Fachwelt zu erreichen.

Carl-Michael Reng; Peter Debold; Christof Specker; Klaus Pommerening:
Generische Lösungen zum Datenschutz für die Forschungsnetze in der Medizin
- Im Auftrag des Koordinierungsrates der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze - Schriftenreihe der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze (TMF) Softcover. € 39,95 ISBN 3-939069-04-3

Ansprechpartner für die Presse:

Antje Schütt
Telefon: 030 - 310 119 56
E-Mail: antje.schuett@tmf-ev.de

Dagmar Baust
Telefon: 030 - 310 119 13
E-Mail: dagmar.baust@tmf-ev.de

Antje Schütt | idw
Weitere Informationen:
http://www.tmf-ev.de
http://mwv-berlin.de/sr_tmf.html

Weitere Berichte zu: Datenschutz Datenschutzkonzept Forschungsnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise