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Joint-Venture von MeVis Technology und Siemens

24.10.2001


Qualifizierte Screeningprogramme zur Früherkennung von Brustkrebs, die sich modernster Diagnosemittel bedienen, können dazu beitragen, die Mortalitätsrate zu senken. Die MeVis Technology GmbH & Co. KG, Bremen (MeVis Technology), als Hersteller von Softwarelösungen für die Bildschirmbefundung medizinischer Bilder und der Siemens-Bereich Medical Solutions (Siemens) als einer der führenden Produzenten digitaler Mammographiegeräte haben jetzt das Joint-Venture MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, Bremen, (MeVis BreastCare) gegründet, um im Kampf gegen diese heimtückische Krankheit zusammenzuarbeiten.



Gemäß WHO ist weltweit eine Zunahme von Brustkrebsfällen festzustellen. Allein in Deutschland waren im Jahre 2000 rund 20.000 Todesfälle auf diese Krebsart zurückzuführen.

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Zielstellung der MeVis BreastCare ist es, Softwarelösungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, die die digitalen Bildmaterialien aus unterschiedlichen bildgebenden Verfahren (Mammographie, Ultraschall und Magnetresonanz-tomographie) mit Hilfe des Computers so kombinieren und vorverarbeiten, dass dem befundenden Arzt eine effizientere und zuverlässigere Diagnose und Therapie möglich wird. Als erstes Produkt wird das MeVis BreastCare "Soft-Copy Reading" System zur filmlosen Befundung am Computer Ende November auf der diesjährigen Jahrestagung der Nordamerikanischen Gesellschaft für die Radiologie (RSNA) in Chicago vorgestellt werden. Es entspricht in Qualität, Effizienz und Durchsatz von Bildinformationen den hohen Anforderungen, wie man diese in den Europäischen Mammographie-Screening-Programmen und Brustversorgungszentren vorfindet.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der computergestützten Diagnose von Brusterkrankungen mit Hilfe der Mammographie und kontrastmittelgestützten dynamischen Magnetresonanztherapie haben bereits 1993 in dem von Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen geleiteten Institut CeVis - Centrum für Complexe Systemen und Visualisierung der Universität Bremen angefangen.


MeVis BreastCare plant, bis Ende des Jahres 2002 über 15 Mitarbeiter zu beschäftigen. Geschäftsführer sind Dr. Carl J. G. Evertsz und Ulf Hennecke. Dr. Evertsz, Privatdozent an der Universität Bremen, ist seit 1995 Prokurist bei MeVis und arbeitet seit 1991 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe von Prof. Peitgen an der Universität Bremen. Ulf Hennecke arbeitet seit 1984 für Siemens und ist in seiner jetzigen Funktion als Kaufmann bei Siemens Medical Solutions im Geschäftsgebiet Spezialarbeitsplätze für das Geschäftssegment Urologie verantwortlich.

Hintergrund

Die möglichst frühe Diagnose und Behandlung von Brustkrebs erhöht die Heilungschancen signifikant. Von den heute verfügbaren Untersuchungsverfahren ist die Röntgen-Mammographie eine der sichersten und effektivsten Methoden. Sie wird in den meisten Brustkrebs-Früherkennungsangeboten eingesetzt. In Schweden, den Niederlanden, England, Finnland und Norwegen finden diese Früherkennungsangebote in staatlich organisierten Mammographie-Screening-Programmen statt. In Deutschland gibt es seit Anfang dieses Jahres drei Mammographie-Screening-Pilotprojekte, von denen das Bremer Brustkrebs-Screening-Programm als Erstes startete. In USA und mit steigender Tendenz weltweit finden diese Angebote zunehmend in spezialisierten Brustkrebszentren (BreastCare-Zentren) statt, in denen für die weitere Aufklärung und Therapie neben der Mammographie auch andere bildgebende Modalitäten wie Ultraschall und Magnetresonanztomographie von Spezialisten eingesetzt werden. Produkte von MeVis BreastCare setzen auf die Computerunterstützung und die Integration aller diagnostischen Leistungen in solchen Zentren.

MeVis Technology GmbH & Co. KG (MT) ist ein Spin-off des Forschungs- und Entwicklungsinstitutes MeVis GmbH an der Universität Bremen, das 1997 mit Risiko-Kapital der BUG (Bremer Unternehmensbeteiligungsgesellschaft) und der tbg (Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft der Deutschen Ausgleichsbank) gegründet wurde. Haupttätigkeitsfeld von MT ist die Computerunterstützung für die bildbasierte Diagnostik. Anwendungsnahe Forschungsergebnisse des Institutes und ein umfangreiches Netzwerk an Forschungs- und Kooperationspartnern bilden die Basis, auf der heute mit 11 Mitarbeitern innovative Softwareprototypen marktreif entwickelt und vertrieben werden. Hierzu zählen Softwarelösungen zur Bilddatenkompression ebenso wie zur allgemeinen radiologischen Befundung sowie zur Finanzdatenanalyse und Visualisierung.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte, Dienstleistungen und Komplettlösungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen, die Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen optimieren und zu einer höheren Effizienz führen. Zum Angebot gehört auch die Übernahme des Datenmanagement beim Kunden als Application Service Provider bis hin zu an spezifischen Krankheitsbildern ausgerichtetem Prozessmanagement in der Vorsorge, Heilung und Pflege. Med beschäftigt weltweit rund 30 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2000 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 5,1 Mrd. EUR, der Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) betrug 441 Mio. EUR.
Kontakte:

MeVis:
Dr. Carl Evertsz, Tel: +49-421-218-4825
E-Mail: carl.evertsz@mevis.de

Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Friedrich Hansen, Tel: +49-404801872
E-Mail: friedrich.hansen@mevis.de

MeVis Universitätsallee 29
D-28359 Bremen, Germany

Dr. med. Friedrich Hansen | idw
Weitere Informationen:
http://www.mevis.de/MeVis/projects/screen/
http://www.siemensmedical.com

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