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Symposium der Gesellschaft für Dermopharmazie / Kurz und bündig

18.10.2001


Hautalterung kann verzögert werden

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Um bereits gealterte Haut wieder jünger erscheinen zu lassen werden unter anderem Behandlungen mit Fruchtsäuren empfohlen. Über neue und bewährte Trends zur Verzögerung der Hautalterung referierte die Hautärztin Professor Dr. med. Martina Kerscher im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums der Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) am 17. Oktober in Düsseldorf. Neben der Notwendigkeit der täglichen Anwendung von Lichtschutz- und Feuchthaltesubstanzen erwähnte sie neue Therapieansätze mit Substanzen, die die so genannte Lipidbiosynthese anregen, das heißt, die in der Haut zu natürlichen Fettstoffen umgewandelt werden. Aufgrund der Hypothese, dass der Hautalterungsprozess durch freie Radikale gefördert werde, sei grundsätzlich auch durch die äußerliche Anwendung von Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q 10, Melatonin und den in Grüntee-Extrakten enthaltenen Wirtstoffen eine Schutzwirkung zu erwarten. Derzeit noch nicht endgültig zu bewerten sei die Wirksamkeit von äußerlich angewendeten DNA-reparierenden Substanzen. Gleiches gelte für die äußerliche Hormon-Therapie.

Kosmetika gegen Hautalterung


In kontrollierten Gebrauchsstudien konnte für bestimmte Antiage-Wirkstoffe sowohl durch objektive Messungen als auch durch subjektive Wahrnehmungen der Verbraucherinnen eine verringerte Faltentiefenverteilung festgestellt werden. Über Wirkstoffe gegen Hautalterung in kosmetischen Mitteln berichtete Dr. Thomas Förster auf einem Symposium der Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) in Düsseldorf. Förster stellte in seinem Vortrag ein künstlich gezüchtetes In-vitro-Ganzhautmodell vor, mit dem die natürlichen Alterungsvorgänge in der Haut experimentell nachgestellt und die Einflüsse von Wirkstoffen und Fertigprodukten auf diese Vorgänge realistisch untersucht werden können. Effiziente Antiage-Produkte müssen nach Angaben des Experten ein breites Wirkungsspektrum auf alle wichtigen Hautschichten aufweisen. Nach sorgfältiger Untersuchung im Ganzhautmodell wurden in den Laboratorien der Düsseldorfer Firmengruppe Schwarzkopf & Henkel mehrere Antiage-Wirkstoffe identifiziert, die sich nach Angaben des Referenten auch bei Einsatz in fertig entwickelten Marktprodukten als wirksam erwiesen.

Tierversuchsfreie Kosmetikaprüfungen

Nach dem geltenden Tierschutzgesetz sind Tierversuche zur sicherheitstoxikologischen Prüfung kosmetischer Fertigprodukte in Deutschland nicht mehr erlaubt. Für die Prüfung neuer kosmetischer Inhaltsstoffe finden dagegen in bestimmten Fällen noch immer Tierversuche statt. Auf die Versuche könne erst dann verzichtet werden, wenn die inzwischen entwickelten tierversuchsfreien Ersatzmethoden von den Behörden der EU-Mitgliedsstaaten akzeptiert worden seien. Über den rechtlichen und wissenschaftlichen Hintergrund dieser Problematik informierte Professor Dr. med. Horst Spielmann bei einem wissenschaftlichen Symposium der Gesellschaft für Dermopharmazie in Düsseldorf. Wie Spielmann erläuterte, gibt es inzwischen Ersatzverfahren, die auch in Laboratorien der Kosmetikindustrie in den USA und in Japan etabliert seien. Die Praxis habe gezeigt, dass der Schutz der Verbraucher dadurch nicht beeinträchtigt werde. Als Beispiel erwähnte Spielmann unter anderem die Prüfung der Ätzwirkung, die heute an künstlicher menschlicher Haut untersucht werden kann. Für die Prüfung chronischer Schäden sowie der Karzinogenität sei allerdings erst in fünf bis zehn Jahren mit der Etablierung validierter Ersatzmethoden zu rechnen.

Richtige Reinigung und Pflege bei trockener Haut

Rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit hat die Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) eine verbraucherfreundliche Informationsbroschüre mit Tipps zur Reinigung und Pflege trockener Haut herausgebracht. Vorgestellt wurde die Broschüre jetzt von Apotheker Dr. Joachim Kresken, Vorsitzender der GD, anlässlich eines wissenschaftlichen Symposiums in Düsseldorf. Kosmetika, die hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, Wirkung und Verträglichkeit nach dermatologischen sowie pharmazeutischen Gesichtspunkten konzipiert wurden, werden nach Definition der GD als Dermokosmetika bezeichnet. Die Produkte sollen unter anderem die Barrierefunktion der Haut verbessern, die bei vielen Menschen mit trockener Haut gestört ist. Weitere Ursachen für trockene Haut können eine verminderte Talgbildung oder ein Mangel an wasserbindenden Substanzen in der Haut sein. Falsche Reinigungs- und Pflegegewohnheiten wirken sich zudem negativ aus. Die Informationsbroschüre kann gegen Einsendung eines mit drei Mark frankierten DIN A5-Rückumschlags bei folgender Adresse angefordert werden: Gesellschaft für Dermopharmazie, Carl-Mannich-Straße 20, D-65760 Eschborn.

ots Originaltext: Gesellschaft für Dermopharmazie - GD Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Gesellschaft für Dermopharmazie - GD
Carl-Mannich-Straße 20
65760 Eschborn
Tel. 06196/928328
Fax 06196/928329

Medienkontakt:

Medienbüro Müller-Bringmann
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