Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bekommt der Jo-Jo-Effekt mit MCT sein Fett weg?

02.10.2001


Studien verstärken die Vermutung, dass MCT-Fette den gefürchteten Rückgang des Ruheumsatzes bei einer Reduktionsdiät verhindern Eine Reduktionsdiät, die Fett in Form von MCT (mittelkettige Triglyceride) enthält, führt offensichtlich nicht zu dem gefürchteten Jojo-Effekt, stellt heute die Ernährungswissenschaftlerin Birgit Junghans vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen fest. Die Prager MCT-Studie die Dozent Dr. med. Vojtech Hainer von der vierten Inneren Klinik der Medizinischen Fakultät der Universität Prag durchführte (Cus. Lék. ces., 133, 1994. No. 12. p. 373-375.), brachte dieses erstaunliche Ergebnis. Die 30 Probanden, die eine Reduktionsdiät (very low calory diet) mit 380 Kilokalorien täglich und zusätzlich 15 Millilitern MCT-Öl mit einem Energiegehalt von 125 Kilokalorien erhielten, nahmen in gleichem Umfang ab wie die Teilnehmer der Gruppe, die ebenfalls die Reduktionsdiät durchführten, jedoch kein zusätzliches MCT erhielten. Trotz der höheren Energieaufnahme von 125 Kilokalorien durch das MCT-Öl ging der Energieverbrauch im Ruhezustand im Gegensatz zu der Gruppe ohne Öl-Einnahme nicht zurück! Dies weist darauf hin, dass der gefürchtete Jo-Jo-Effekt durch Reduktionsdiäten nicht eintreten kann, wenn das aufgenommene Fett mittelkettige Fettsäuren enthält. Der Jo-Jo-Effekt beruht darauf, dass der Organismus bei einer reduzierten Kalorienzufuhr im Rahmen einer Reduktionsdiät seinen Energiebedarf zur Aufrechterhaltung der physiologischen Funktionen reduziert. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass sich der Körper "Notzeiten" anpasst und daran gewöhnt, mit wenig Energie auszukommen. Steigt die Nahrungsaufnahme nach Beendigung der Reduktionsdiät, bleibt der Ruheumsatz trotzdem niedrig und erreicht nicht wieder die Werte vor der Reduktionsdiät. Dies führt unweigerlich zur Gewichtszunahme, wenn gleichviel Energie wie vor der Reduktionsdiät aufgenommen wird. Die folgende Tabelle verdeutlicht an einem Beispiel, dass nach einer Reduktionsdiät ohne MCT-Fette ein Energieüberschuss entsteht, obwohl die Energiezufuhr und körperliche Aktivität unverändert sind.

Für diese Menschen führt eine Diät häufig zum Einstieg in eine endlose und aussichtslose Diätkarriere, so Junghans, die von Anrufern berichtet, die selbst bei einer Kalorienzufuhr von 1200 Kilokalorien täglich und einer konsequenten Fetteinschränkung kein Gramm Gewicht verlieren. Unter Verwendung von MCT-Fetten dagegen sinkt der Grundumsatz während der Diät nicht ab. MCT bieten der Studie zufolge erstmals eine Möglichkeit, den Jo-Jo-Effekt zu verhindern. Eine Reduktionsdiät, bei der übliche Fette - auch hochwertige Öle wie Olivenöl und Rapsöl - durch MCT-haltige Margarinen, Salatöle und Brotaufstriche ausgetauscht werden und die sonst reichlich Kohlenhydrate und Ballaststoffe liefert, ist auf lange Sicht erfolgversprechend. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik bietet auf seiner Homepage Informationen über die Pressekonferenzen des Instituts zum Thema MCT sowie Weiteres zu verschiedensten Themen der Ernährungsmedizin.

Der ernährungsmedizinische Beratungsdienst des DIET beantwortet die Fragen der Anrufer kostenlos an allen Werktagen in der Zeit von 9:00 bis 12:30 Uhr unter der Telefonnummer 0241/4450230 und von 14.00 bis 17.30 Uhr unter der Nummer 0241 - 4450600

| ots
Weitere Informationen:
http://www.diet-aachen.de

Weitere Berichte zu: MCT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Innovative Antikörper für die Tumortherapie
20.02.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Nervenschmerzen zukünftig wirksamer behandeln
20.02.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mehr Sicherheit für Flugzeuge

22.02.2017 | Messenachrichten

HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

22.02.2017 | Verkehr Logistik

Positronen als neues Werkzeug für die Forschung an Lithiumionen-Batterien: Löcher in der Elektrode

22.02.2017 | Energie und Elektrotechnik