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Ethik begleitet medizinischen Fortschritt

02.10.2001


Universitätsklinikum Freiburg: Neuerungen in Biomedizin und Medizintechnik

Neuerungen in Biomedizin und Medizintechnik eröffnen der modernen Medizin neue Wege in Diagnostik und Therapie. Ziel medizinischer Forschung ist Fortschritt zum Wohl des Patienten. Aber dient eine Neuentwicklung dem Wohl der Betroffenen oder wie kann man genau das erreichen? Wie sind rechtliche und ethische Folgen einzuschätzen? Wie können Ideen und Verfahren zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft umgesetzt werden?

Die Projektgruppe Medizin + Technik am Freiburger Universitätsklinikum veranstaltet zu diesen Fragen zusammen mit dem Zentrum für Ethik und Recht in der Medizin (ZERM) und der Zentralstelle Forschungsförderung und Technologietransfer am Dienstag, den 2. Oktober 2001, ab 14 Uhr im Großen Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik, Hugstetter Str. 55, den ersten Universitätstag unter dem Thema "Innovation am Oberrhein". Arbeitsgruppen aus dem Klinikum stellen neueste Arbeiten aus der klinischen Forschung, medizintechnische Neuentwicklungen und neueste biomedizinische Arbeitsergebnisse vor. Möglichkeiten und Grenzen dieser Neuerungen werden ebenso diskutiert wie ethische Rahmenbedingungen des medizinischen Fortschritts.

Die vorgestellten Neuerungen sollen aber nicht "in der Schublade" bleiben, sondern Eingang in Diagnose und Therapie finden. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Die neuen Entwicklungen müssen dort Interesse finden, finanziert und schließlich produziert werden. "Das Klinikum ist ein guter Partner der Wirtschaft", sagt Professor Dr. Hanjörg Just, Sprecher des ZERM. "Es werden Ideen und Verfahren entwickelt, die dem heutigen und dem absehbaren zukünftigen Bedarf entsprechen." Für Albert-Ludwigs-Universität und Universitätsklinikum ergeben sich gerade in den Bereichen Biomedizin und Medizintechnik wichtige Möglichkeiten der Kooperation mit der Wirtschaft.

Der Universitätstag stellt neue Entwicklungen in verschiedenen Bereichen vor. Sie erstrecken sich auf neue Techniken, zu denen zum Beispiel so genannte intelligente Herzschrittmacher gehören. Sie umfassen bauliche Gesichtspunkte und Fragen der Klimatisierung ebenso, wie neueste Instrumente und Narkosegeräte. Und sie beschäftigen sich ausführlich mit der Biotechnologie. Neben Zellersatz und Zellaktivierung geht es hierbei unter anderem um das, gerade unter der ethischen Gesichtspunkten kontrovers diskutierten Thema Stammzellforschung.


Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. Hanjörg Just
Zentrum für Ethik und Recht in der Medizin (ZERM)
Universitätsklinikum Freiburg
Elsässer Str. 2m, Haus 1A
79110 Freiburg
Tel. 0761 / 270-7250
Fax: 0761 / 270-7251
E-Mail: zerm@sfa.ukl.uni-freiburg.de

Rudolf-Werner Dreier | idw

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