Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erhöhter Blutfluss schützt vor Arteriosklerose

01.10.2001


Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Stockholm wurde der Beitrag von Dr. Henning Morawietz (Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) als einer der fünf besten seines Fachgebietes bewertet. Damit gehört dieser Vortrag zu den insgesamt 70 "Auserwählten" unter 8.000 eingereichten Beiträgen im Rahmen der mit mehr als 16.000 Teilnehmern europaweit größten Konferenz für Herz-Kreislauf-Forschung.

Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Stockholm wurde der Beitrag von Dr. Henning Morawietz (Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) als einer der fünf besten seines Fachgebietes bewertet. Damit gehört dieser Vortrag zu den insgesamt 70 "Auserwählten" unter 8.000 eingereichten Beiträgen im Rahmen der mit mehr als 16.000 Teilnehmern europaweit größten Konferenz für Herz-Kreislauf-Forschung.

In seinem Referat stellte der hallesche Wissenschaftler erste Ergebnisse des Projektes "Biomechanische und parakrine molekulare Mechanismen der arteriovenösen Differenzierung von Endothelzellen" vor, das die anti-arteriosklerotische Schutzwirkung von erhöhtem Blutfluss, der beispielsweise durch regelmäßige körperliche Betätigung angeregt wird, in kultivierten Blutgefäßzellen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Botenstoffe, die primär den Blutdruck regulieren, an der körpereigenen Erkennung des Grades unterschiedlicher Blutströmung beteiligt sind.
Ziel des Vorhabens ist es, die Bedeutung von Art und Grad des Blutflusses für die Spezialisierung in arterielle bzw. venöse Gefäßzellen besser verstehen zu lernen. Da die Arteriosklerose bekanntermaßen in arteriellen Gefäßen klinisch bedeutsam ist, könnten so die Mechanismen der Ausprägung dieses Krankheitsbildes verständlicher werden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören mit einem Anteil von cirka 50% zur häufigsten Todesursache in den Industrieländern.

Das Forschungsprojekt, konzipiert und geleitet von Dr. Morawietz, wird seit Januar 2001 in dem ersten Sonderforschungsbereich (SFB) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität "Biomechanische Phänotyp-Regulation im Herz-Kreislaufsystem" gefördert. Inwieweit biomechanische Kräfte an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind, wollen die Wissenschaftler der Uni Halle gemeinsam mit ihren Fachkollegen der Universitäten Göttingen und Hannover herausfinden.

Der SFB ist bis zum jetzigen Zeitpunkt der zweite Transregio-Sonderforschungsbereich in Deutschland, der die Forschung von Wissenschaftlern unterschiedlicher Universitäten zu einem gemeinsamen Schwerpunktthema fokussiert.

Ansprechpartner:

Dr. Henning Morawietz
Medizinische Fakultät
Institut für Pathophysiologie
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Magdeburger Straße 18
D-06097 Halle
Tel.: (0345) 55 714 54
Fax: (0345) 55 714 04
E-Mail: henning.morawietz@medizin.uni-halle.de

Ingrid Godenrath | idw

Weitere Berichte zu: Arteriosklerose Pathophysiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

18.10.2017 | Medizin Gesundheit

Rittal Klima-Tipps: Ist ein Kühlgerät wirklich nötig?

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Smartphones im Kampf gegen die Blindheit

18.10.2017 | Medizintechnik