Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kampf gegen Malaria

18.11.2005


GlaxoSmithKline spendet 1,5 Millionen US-Dollar an die Wohltätigkeitsorganisation Malaria Consortium

... mehr zu:
»Impfstoff »Malaria

GlaxoSmithKlines "African Malaria Partnership" wird 1,5 Millionen US-Dollar an die internationale Wohltätigkeitsorganisation Malaria Consortium spenden. Die private Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Malaria auf regionaler und internationaler Ebene zu bekämpfen. Die auf drei Jahre angelegte Spende wurde anlässlich des 5. Roll Back Malaria Global Partner’s Forum in Kamerun überreicht. Der Betrag kommt einem neuen Unterrichtsprogramm mit dem Titel "Mobilising for Malaria" zu Gute, das darauf abzielt, das Bewusstsein für Malaria in Europa und überall in Afrika zu erhöhen, um möglichst viele Ressourcen im Kampf gegen die Krankheit zu mobilisieren.

"Die Welt hat viel zu lange versäumt, ausreichende Ressourcen in den Kampf gegen Malaria zu investieren. Die Krankheit nimmt in der Welt-Gesundheits-Agenda nur einen marginalen Platz ein", so J.P. Garnier, Vorstandsvorsitzender von GlaxoSmithKline. "Diese neue Initiative wird wie ein Scheinwerfer den immensen Schaden ans Licht bringen, der durch Malaria entstanden ist. Unser Ziel ist es, mehr finanzielle Unterstützung für Schutzmaßnahmen wie Moskitonetze und Malariabehandlungen zu akquirieren und zu garantieren, dass die Dinge genau bei den Personen landen, die die Hilfe am nötigsten brauchen."


Malaria gilt als weltweite, unsichtbare Pandemie. 2004 fand eine Umfrage des amerikanischen Gallup-Instituts heraus, dass nur zwei Prozent der Weltbevölkerung Malaria für eine ernst zu nehmende gesundheitliche Bedrohung halten. Was viele nicht wissen: An Malaria sterben jährlich bis zu drei Millionen Menschen. Laut dem 20. Bericht des WHO-Expertenkomitees für Malaria ist die Krankheit bei Kindern, die in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara leben, die am häufigsten zum Tod führende Infektionskrankheit. Malaria kommt in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde vor und wird durch den Stich der Anopheles-Mücke übertragen. Im menschlichen Körper vermehrt sich der Erreger in den roten Blutkörperchen. Ihr Zerfall kann hohes Fieber mit Schüttelfrost zur Folge haben und durch die Blutarmut sowie die Schädigung von Organen innerhalb weniger Tage zum Tode führen. Rund 90 Prozent aller akuten Malariainfektionen treten in Afrika auf. Rechnet man alle durch Malaria entstandenen Gesundheitsausgaben und Produktivitätsverluste zusammen, kostet die Krankheit den Kontinent jedes Jahr mehr als 12 Milliarden US-Dollar. Eine Summe, die annähernd so groß ist wie die gesamte Auslandshilfe, die jedes Jahr nach Afrika fließt.

Bevölkerung, Politiker und Medien aufrütteln

"Es muss ein Ruck durch die Bevölkerung gehen, damit fortwährend finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen und eine andauernde politische Unterstützung im Kampf gegen Malaria gewährleistet ist", so Sunil Mehra, stellvertretende Vorsitzende von Malaria Consortium. "Die Unterstützung durch GSK ermöglicht es uns, ein nachhaltiges Malarianetzwerk zu gründen, das dringend notwendig ist, um gegen das permanente Leid anzugehen." Angelehnt an die erfolgreichen Wohltätigkeitsprogramme, die das HI-Virus und AIDS in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt haben, wird auch die Malaria-Initiative Politiker, Medien und die Öffentlichkeit einbinden, um gegen diese Tragödie anzugehen. In Europa wird sich das Programm vor allem auf England, Frankreich und Belgien konzentrieren, den Ländern mit den stärksten Beziehungen nach Afrika. In Afrika hingegen stehen Äthiopien, Kamerun und andere Länder in Ost-, West- und Zentralafrika im Fokus der Aktivitäten.

Der Vorsitzende des GSK African Malaria Partnerships, Dr. Richard South, sieht das Programm als eine wichtige Investition in Afrikas Zukunft: "Wir wissen, dass afrikanische Gemeinschaften bereit sind, Innovationen wie insektizidbesprühte Moskitonetze und medikamentöse Therapien für zuhause anzunehmen, wenn sie ihnen zur Verfügung stehen. Die Welt muss ihre Unterstützung für diese Hilfsprojekte dramatisch ausweiten, damit sie für die meisten afrikanischen Familien, die an Malaria erkrankt sind, nicht nur ein Traum bleiben - sondern Wirklichkeit werden."

Neuer Impfstoff in der Entwicklung

Bei der Entwicklung wirksamer und erschwinglicher Medikamente für Entwicklungsländer hat das Unternehmen GlaxoSmithKline seit mehreren Jahren eine Vorbildfunktion. Das GSK-Forschungszentrum im spanischen Tres Cantos widmet sich exklusiv der Entwicklung von Medikamenten für Entwicklungsländer. Bereits im Jahr 2003 wurde in vielen afrikanischen Ländern das Präparat LapdapTM eingeführt, bei dem eine Behandlung pro Patient nur wenige Cent kostet. Dieses Präparat enthält zwei seit längerem bekannte Wirkstoffe, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Deshalb werden auch die meisten Malaria-Erreger erfasst, die gegenüber anderen Mitteln resistent sind.

Einen wichtigen Schritt nach vorne hatte diesen Oktober die Bill & Melinda Gates Foundation unternommen: Die Foundation kündigte an, GlaxoSmithKline Biologicals und die PATH Malaria Vaccine Initiative (MVI) mit 107,6 Millionen US-Dollar bei der Entwicklung eines Malariaimpfstoffs zu unterstützen. Das neue Projekt ermöglicht es, die klinische Prüfung des auf der Welt am weitesten fortgeschritten Kandidaten für einen Malariaimpfstoff, bekannt als RTS,S abzuschließen. Falls alle Projektmeilensteine erreicht werden, wird diese wegweisende Übereinkunft den Impfstoff über die Hürden von Zulassung und Einführung in afrikanische Impfprogramme bringen. Eine Proof-of-Concept (Machbarkeits)-Studie in Mozambique hatte im Jahre 2004 gezeigt, dass der Impfstoff bei Kindern von 1 bis 4 Jahren eine Senkung schwerer Malariaverläufe um 58% bewirkte. Zu den neuen Forschungsarbeiten gehören auch Studien, die diesen Erfolg versprechenden Impfstoffkandidaten bei jüngeren Kindern, u. a. auch Säuglingen, untersuchen. Diese Altersgruppen haben am meisten unter Malaria zu leiden und würden am stärksten von einem wirksamen Impfstoff gegen diese Krankheit profitieren.

Unternehmensinformation

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Tobias Viering | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.glaxosmithkline.de

Weitere Berichte zu: Impfstoff Malaria

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein
02.12.2016 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Epstein-Barr-Virus: von harmlos bis folgenschwer
30.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie