Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Magenkrebschirurgie trotz hohen Alters

17.11.2005


Heilungschancen auch bei Patienten über 70



Nach aktuellen Erkenntnissen kann eine operative Therapie des Magenkrebses auch bei älteren Patienten durchgeführt werden, wenn die Operationsrisiken durch Begleiterkrankungen nicht zu hoch sind. Der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten sowie Stadium, Lokalisation und Größe des Tumors sind die entscheidenden Faktoren bei der Krebschirurgie. Zu diesem Ergebnis gelangt Dr. Farhad Fathi in einer Studie, die er am Zentrum für operative Medizin an der Universität zu Köln angefertigt hat.



Dr. Fathi betont, dass nicht das chronologische Alter sondern das biologische Alter im Rahmen der Operationsplanung von Bedeutung ist. Ältere Patienten leiden neben dem Krebsgeschwür im allgemeinen auch noch an altersbedingten Funktionsstörungen der Organe wie Herz, Lunge, Leber und Niere. Der Arzt muss unabhängig vom Alter des Patienten individuell untersuchen, inwieweit diese Risikofaktoren im Falle einer Operation vertretbar sind. In der Mehrzahl der Fälle muss der größte Teil des Magens bzw. der ganze Magen bei der Operation entfernt werden. Bei älteren Patienten ist diese radikale Form der Therapie aufgrund der häufigen Nebenerkrankungen problematisch. Dabei gilt, je weniger Risikofaktoren ein Patient hat, desto besser sind die Heilungschancen.

In heutiger Zeit gehört die Diagnose Magenkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Weltweit steht sie bei den tumorbedingten Todesursachen an zweiter Stelle. Im Internationalen Vergleich gibt es starke nationale Unterschiede in der Häufigkeit des Magenkarzinoms. In Japan stellt der Magenkrebs die häufigste Tumorerkrankung dar. Verhältnismäßig oft tritt die Erkrankung in Russland, Portugal und Italien auf. Im Internationalen Vergleich liegt Deutschland im mittleren Bereich, während in den USA die Mortalität am Geringsten ist.

Die Ursachen für diese Erkrankung sind bis heute noch weitgehend ungeklärt. Bestimmte Umwelteinflüsse und Essgewohnheiten unterstützen die Entstehung des Margenkrebses. Zu den Risikofaktoren zählen Nitrate im Trinkwasser, Verzehr von zu wenig Fett-, Eiweiß-, Getreideprodukten und zu wenig Salat, Gemüse, Obst. Der Konsum von gepökelten Fleisch, Fisch sowie von Räucherwahren erhöhen das Risiko einer Erkrankung.

Verantwortlich: Christine Willen

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. med. Stefan P. Mönig unter der Telefonnummer: 0221/478 4803, der Fax-Nummer: 0221/478 6258 und unter der E-Mail-Adresse: stefan.moenig@uk-koeln.de zur Verfügung.

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de/pi/.

Weitere Berichte zu: Magen Magenkrebs Magenkrebschirurgie Tumorerkrankung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie