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Exzellenz-Allianz für Nierentumorerkrankungen am Universitätsklinikum Frankfurt am Main eröffnet

04.11.2005


Bei einer steigenden Zahl der Neuerkrankungen an einem Nierenkrebs um jährlich zwei bis vier Prozent werden nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland dieses Jahr nahezu 14.000 Neuerkrankungen erwartet. Während das mittlere Erkrankungsalter bei circa 65 Jahren liegt, wird in letzter Zeit ein zunehmendes Auftreten auch bei viel jüngeren Patienten beobachtet. Insgesamt wird heutzutage das Nierenzellkarzinom als das aggressivste Tumorleiden des Harntraktes angesehen.


Vor diesem Hintergrund hat die Klinik für Urologie und Kinderurologie (Direktor: Professor Dr. med. Dietger Jonas) am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main eine interdisziplinäre Exzellenz-Allianz gegründet, in dem Patienten mit einem vermuteten Nierenkrebs künftig hochwertige Diagnostik, individuelle Therapie und entsprechende Nachsorge aus einer Hand bekommen sollen. "Ziel ist, in einer persönlichen Atmosphäre die Lebensqualität durch eine optimale Ausschöpfung des aktuellen medizinischen Wissenstandes zu erhalten und deutlich bessere Überlebenschancen zu erreichen", sagt Professor Dr. Dietger Jonas.

Nierenkrebs kann heute bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit geheilt werden. Maßgeblich ist das Stadium der Erkrankung. Die frühe operative Entfernung ist dabei die Methode der Wahl. Neben dem gesamten Spektrum der gängigen Nierenkrebsoperationen wird in der Frankfurter Klinik für Urologie und Kinderurologie auch die minimal-invasive Nierenkrebs-Chirurgie bei hierfür geeigneten Patienten angeboten.


"Die erzielten Erfahrungen mit dieser Methode sind äußerst positiv und zeigen erhebliche Vorteile für den Patienten wie beispielsweise ein geringeres Operationstrauma, minimalen Blutverlust, schnellere Rekonvaleszenz, weniger Schmerzen und deutlich besserer Kosmetik bei gleich gutem Ergebnis", führt Dr. med. Wassilios Bentas, Oberarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie, aus.

Oftmals wird der Nierenkrebs aber in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt, so dass eine multimodale und interdisziplinäre Therapie notwendig wird. Diese Patienten profitieren von einer engen Kooperation zwischen der Urologie und dem Tumorzentrum sowie der onkologischen Abteilung des Universitätsklinikums (Professor Dr. L. Bergmann). Eine Behandlung dieser Patienten mit modernsten Medikamenten, im Rahmen von kontrollierten nationalen und internationalen Studien auf höchstem Niveau, wird angestrebt. Eine Stelle für eine Studienbetreuerin wurde hierzu eigens geschaffen.

Zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie des Nierenkrebses wird die Forschungsarbeit an der Klinik für Urologie und Kinderurologie weiter intensiviert. Mehrere Forschungspreise auf nationaler Ebene (u.a. Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Urologie) und auf internationaler Ebene (Research Developmental Award, Renal Cancer SPORE, National Cancer Institute, USA) in den letzten Jahren haben die außerordentliche Relevanz der Forschungsprojekte unterstrichen.

Zur unbürokratischen Kontaktaufnahme wurde eine zentrale "Nieren-Hotline" unter 0 15 20 - 4 84 06 15 eingerichtet. Unter der angegebenen Nummer erreichen Hausärzte oder Urologen unmittelbar einen Facharzt des Nieren-Teams und können auf Wunsch Termine zur Beratung, Diagnostik und Therapie für ihre Patienten vereinbaren. Die Hotline ist montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr erreichbar.

Für weitere Informationen:

Dr. med. Wassilios Bentas
Oberarzt an der Klinik für Urologie und Kinderurologie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon (0 69) 63 01 - 5865
Fax (0 69) 63 01 - 6464
E-Mail Bentas@em.uni-frankfurt.de

Tumorzentrum Frankfurt
Professor Dr. L. Bergmann
Zentrum der Inneren Medizin
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon (0 69) 63 01 - 5121, -7969
Fax (0 69) 63 01 - 3876, -7373
E-Mail l.bergmann@em.uni-frankfurt.de
E-Mail hipfel@em.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de

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