Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Untersuchungsmethode erspart Kindern die Röntgenstrahlen

26.09.2001


Erstmals Lungenerkrankungen mit offener Magnetresonanz diagnostiziert

Die Ärzte versuchen Röntgenuntersuchungen bei den Kleinen zu vermeiden. Trotzdem gibt es Krankheitsbilder, zu deren Diagnose bislang nur ein Röntgenbild Aufschluss geben kann. Dazu zählten bisher auch Lungenerkrankungen. Doch jetzt ist der Klinik für Kinder und Jugendliche der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit Siemens ein Durchbruch gelungen. Mittels einer neuen Magnetresonanz-Methode (MR) ist es nun erstmals möglich, Lungenerkrankungen bei Kindern röntgenstrahlungsfrei zu untersuchen.

Gerade in der Kinderheilkunde machen Röntgenaufnahmen des Brustkorbs einen wesentlichen Teil der radiologischen Untersuchungen aus. Insbesondere bei Erkrankungen der Lunge wie Asthma, Lungenentzündung oder Tuberkulose, sind sogar häufige Wiederholungsuntersuchungen notwendig, um den Krankheitsverlauf beurteilen zu können. Um zum Beispiel das Lungengewebe untersuchen zu können, liefert die von Siemens entwickelte offene Magnetresonanz-Technik bereits nach wenigen Sekunden aussagekräftige Bilder mit den gleichen Informationen wie Röntgenaufnahmen. Mit den entsprechenden Softwareprogrammen können die Untersuchungen an den offenen MR-Geräten "Magnetom Open" und "Magnetom Concerto" von Siemens durchgeführt werden, die heute schon in vielen deutschen Kliniken im Einsatz sind. Die offene Form dieser MR-Geräte bietet gegenüber den herkömmlichen "Röhren" den zusätzlichen Vorteil, dass die Kinder keine Angst haben und im wahrsten Sinne des Wortes während der Untersuchung an die Hand genommen werden können.

Die besondere Eignung dieser neuen Methode wurde übrigens in einer klinischen Studie mit 150 Kindern erfolgreich überprüft. "Gemeinsam mit Siemens ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das sich als Untersuchungsmethode erster Wahl bei pädiatrischen Patienten mit Lungenerkrankungen etablieren wird", sagte Dr. Thomas Rupprecht, Kinderarzt an der Klinik für Kinder und Jugendliche der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Karlheinz Groebmair
80312 München
Tel.: +49-89 636-35181
Fax: -35830
E-Mail: karlheinz.groebmair@cc.siemens.de

Karlheinz Groebmair | Pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: Lungenerkrankung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie
19.09.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Ein neuer Ansatz bei Hyperinsulinismus
18.09.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie