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Neue Chancen für Lungenmetastasenpatienten durch neuartiges Lasertherapieverfahren

21.09.2001



Resektion einer peripheren Metastase von 2,5 cm Durchmesser, darunter liegend kann man eine weitere zentral und hilär liegende Metastase von 3cm erkennen


Krebs – dieses Wort ist für jeden Patienten erst einmal eine niederschmetternde Diagnose. Die Behandlung dieser Krankheit hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Ist die Krebserkrankung unter Kontrolle bzw. durch entsprechende Behandlungsmethoden eliminiert, bleibt immer noch das Risiko der Metastasenbildung. Diese bilden sich häufig im Anschluss an Krebserkrankungen, vornehmlich in der Leber, der Lunge und dem Gehirn. Diese Organe bestehen aus Parenchymgewebe und sind deshalb schwer operierbar. Priv.-Doz. Dr. Axel Rolle vom Fachkrankenhaus Coswig/Dresden beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dieser Problematik und kann jetzt besondere Erfolge bei der Behandlung von Lungenmetastasen vorweisen. Der Vorteil seiner Methode gegenüber dem bisherigen Verfahren ist, nicht ganze Lungenareale zu entfernen, sondern mit Hilfe der Lasertechnik nur das unmittelbare Metastasengewebe zu entfernen. Dadurch bleibt das gesunde, zwischen den Metastasen liegende Lungengewebe erhalten. Selbst tiefer im Organinneren gelegene Metastasen können mit diesem neuartigen Verfahren gewebeschonend entfernt werden.


Das bisherige Verfahren

Bisher war es notwendig, größere, von Metastasen befallene Bezirke, komplett, also auch mit dem dazwischenliegenden gesunden Gewebe zu entfernen. Dies führt zwangsläufig zu gravierenden Einschränkungen in der Lungenfunktion und damit auf die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten. Bei entsprechender Metastasenbesiedelung sind Patienten mit einer Vielzahl von Metastasen daher nach der konventionellen Methode inoperabel.

Neue Chancen für Lungenmetastasen-Patienten

Michael W. kam mit der Diagnose „inoperable, multiple Lungenmetastasen“ in das Fachkrankenhaus nach Coswig. Er hatte auf der rechten Lunge 54 und auf der linken Lunge 84 Metastasen. Er sah bei Chefarzt Dr. Rolle seine letzte Chance für ein Weiterleben. Nach zwei mehrstündigen Operationen war Michael W. auf beiden Lungen metastasenfrei. Dr. Rolle reseziert mit seinem Laser die Metastasen unmittelbar am Übergang zum gesunden Gewebe. So bleibt der größtmögliche Teil des gesunden Gewebes erhalten. Das Lungenvolumen wird in weitaus geringerem Maße eingeschränkt, was zu einer höheren Lebensqualität führt.



Moderne Lasertechnik zum Wohle der Patienten

Bei diesem faszinierenden Verfahren kommt ein Lasergerät aus dem Hause Martin Medizin-Technik zum Einsatz. Der extrem kompakte und leicht zu transportierende Nd:YAG-Laser mit der Bezeichnung MY 40 1.3 arbeitet mit einer Wellenlänge von 1318 nm. Diese Wellenlänge erreicht eine 10fach höhere Absorption in Wasser als herkömmliche Nd:YAG-Lasergeräte mit 1064 nm und damit eine signifikant bessere Schneide-, Koagulations- und Versiegelungsfähigkeit am Lungenparenchymgewebe. Durch entsprechende wellenlängenspezifische Adaption der wasserarmen Quarzfasern und des Fokussierhandstücks sind in Verbindung mit 400µm-Fasern Leistungsdichten von 15 kW pro cm2 im Dauerstrichbetrieb möglich. Dies ermöglicht ein rasches Vaporisieren und gleichzeitiges Koagulieren des Lungenparenchyms.

Anhand von mehr als 250 Laseroperationen und deren konsekutiver Auswertung konnte Dr. Rolle nachweisen, dass bei seiner Methode ein deutlich parenchym- und lappensparender Effekt für die Resektion multipler Metastasen durch die signifikante Senkung der Lobektomierate, d.h. der Resektion eines kompletten Lungenlappens, besteht. Des weiteren können mit dieser Operationsmethode limitierte Resektionen wie Segment- oder Bisegmentresektionen bei Patienten mit primären Bronchialkarzinomen, die für die Standardlobektomie inoperabel sind, komplikationsarm durchgeführt werden. Daneben existieren weitere Einsatzmöglichkeiten wie die Durchtrennung ausgedehnter Lappenparenchymbrücken, Koagulation und Versiegelung von Parenchymfisteln und
–defekten, die auch unter dem wirtschaftlichen Aspekt des Einsparens von Klammernahtmagazinen und teuren Materialien für Fistelklebungen zu sehen sind.

Zur detaillierten Erläuterung des Verfahrens ist beim Hersteller des Lasergerätes eine kostenlose CD-Rom oder ein Videofilm erhältlich.

Martin Medizin-Technik
Ludwigstaler Straße 132
78532 Tuttlingen
Telefon 07461 706-0
Telefax 07461 705-302

| Martin Medizintechnik

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