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Meilensteine auf dem Weg zu einer idealen Ernährung

21.09.2005


Mit Hilfe innovativer Technologien will sich die BASG AG auf dem Lebensmittelmarkt stärker positionieren. Im Fokus der laufenden Entwicklungen stehen funktionelle Nahrungsmittel, die zusammen mit Gen-Profil Analysen der „personalisierten Ernährung“ den Weg ebenen sollen.



Weil Arzneimittel individuell ganz unterschiedlich wirken, arbeiten diverse Pharmaunternehmen bereits seit knapp zehn Jahren an maßgeschneiderten Medikamenten, die auf das Genprofil des Patienten zugeschnitten sind. Von dieser so genannten Pharmakogenomik versprechen sich viele Unternehmen einen therapeutischen Quantensprung. Zwangsläufig stellt sich die Frage, ob dieses Konzept auch auf die Ernährung übertragbar ist, um der Entstehung von Krankheiten bereits ursächlich entgegenzuwirken. Genau an dieser Stelle setzt das Konzept „personalisierte Ernährung“ der BASF AG an. „Eine optimale Ernährung sollte den generellen Nährstoffbedarf sowie dem individuellen Ernährungsstatus und Genotyp eines Menschen gerecht werden“, verdeutlicht Dr. Martin Jager vom Bereich „Humanernährung“ der BASG AG.

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So sei es mit Hilfe neuer Technologien möglich, die genetischen Unterschiede im Hinblick auf nährstoffrelevante Stoffwechselprozesse im Körper zu erkennen, unterstreicht der Experte. Davon könne jeder Einzelne profitieren. Während einzelne Gen-Varianten wie beispielsweise die Milchzuckerunverträglichkeit oder Unterschiede im Alkoholabbau in bestimmten Bevölkerungsgruppen gehäuft auftreten würden, habe man in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von inter-individuellen Unterschieden in Genen entdeckt, die auf verschiedene Bedürfnisse in der Ernährung schließen lassen. Dies bedeute, dass Empfehlungen für eine optimale Nährstoffzufuhr individuell unterschiedlich sein sollten.

Frühe Biomarker weisen auf entstehende Krankheiten hin

Grundsätzlich zeigt die Expression von Biomarkern eine natürliche Varianz. Solange diese in einer natürlichen Schwankungsbreite liegt, kann von einem gesunden Zustand ausgegangen werden. Erst wenn Varianzbänder verlassen werden, zeigen frühe Biomarker die Entstehung von Krankheiten an. Späte Biomarker dienen wiederum traditionell der Auswahl geeigneter Pharmaka und der Therapiekontrolle. Das Verständnis der molekularen Mechanismen, die dem Wohlbefinden, der Erhaltung der Gesundheit und der Entstehung von Krankheiten zugrunde liegen, nimmt kontinuierlich zu. Auf dieser Basis können künftig die allgemeinen Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr, die von den national zuständigen Gremien festgelegt werden, auf spezifische genetische Bevölkerungsgruppen angepasst werden. Ein erster Schritt dazu sind die neuen, offiziellen Ernährungsempfehlungen aus den USA, bei denen neben Alter und Geschlecht auch individuelle Unterschiede in körperlicher Aktivität berücksichtigt werden.

Bereits heute bieten einzelne Unternehmen Gen-Profil Analysen an, auf deren Basis personalisierte Empfehlungen zu verbessertem Lebensstil, optimaler Ernährung und Nahrungsergänzung gegeben werden. Die BASF hat auf dem Gebiet der individualisierten Ernährung eine Vorreiterrolle übernommen. In einem umfangreichen Forschungsprojekt, POSIFood genannt, das der Unternehmensbereich Feinchemie gemeinsam mit dem neuseeländischen Unternehmen Fonterra durchführt, wird ein Vermarktungssystem entwickelt, mit dem automatisiert frisch zubereitete, zielgruppengerechte Getränke für unterschiedliche Verbrauchertypen angeboten werden. „Mit diesem hoch innovativen Projekt wird ein erster Schritt zu individualisierten, funktionellen Lebensmitteln geleistet“, erklärt Jager.

Genetische Unterschiede werde entschlüsselt

Darüber hinaus gehört Metanomics, eine Tochtergesellschaft der BASF in Berlin, zu den weltweit führenden Zentren der Metabolom-Erforschung. Ziel von Metanomics ist es, die genetischen und metabolischen Unterschiede und Wechselwirkungen in Pflanzen, Tier und Mensch weiter zu entschlüsseln.

Als weiteres Standbein investiert BASF Venture Capital in die US-amerikanische Start-up Firma Sciona. Das in Boulder/Colorado ansässige Unternehmen führt Polymorphismen-Forschung in diversen Bevölkerungsgruppen durch. Unter anderem vermarktet Sciona bereits erfolgreich einen Gen-Profil-Analysekit für Verbraucher. Aus den Analysen lassen sich Ernährungs- und Verhaltensempfehlungen für den Endverbraucher ableiten.

Rolf Froböse | BASF-AG
Weitere Informationen:
http://www.basf-ag.de

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