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Gehirnforschung und Sehen

19.09.2005


Stand der Forschung und Behandlung von Sehschäden bei Schlaganfallpatienten



Kann das Gehirn Schäden im Sehsystem reparieren? Können Menschen ihre Sehleistung nach Schlaganfall oder Hirntrauma verbessern? Forscher des Instituts für Medizinische Psychologie der Universität Magdeburg haben zusammen mit Neurologen und Sehtherapeuten bei einem internationalen Symposium am 12. September in Magdeburg Ergebnisse vorgestellt, die eine Behandelbarkeit von Sehschädigungen nachweisen.



Die Magdeburger Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren die Neuroplastizität - wie die Fähigkeit des Gehirns sich selbst zu reparieren genannt wird - erforscht und in vielen Studien belegt. Insbesondere haben sie entdeckt, dass es möglich ist, durch Lichtstimulation teilgeschädigte Gehirnareale wieder zu aktivieren und damit das Sehen zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Sehzentrum NovaVision haben sie eine computergestützte Therapie für Sehstörungen nach Schlaganfall, Tumoren und Trauma entwickelt, die Visuelle Restitutionstherapie (VRT). Diese Sehtherapie wurde in Deutschland bei über 800 Patienten angewendet. Auch in den USA wird die VRT mittlerweile in vielen neurologischen Kliniken angewendet.

Nach über 10 Jahren Forschung und klinischer Erfahrung haben die Magdeburger Forscher und die VRT-Therapeuten von NovaVision beim Symposium ihre Patientenfälle und Therapieergebnisse unter internationaler Beteiligung zahlreicher Neurologen und Neuropsychologen vorgestellt und diskutiert. In vielen Fällen können Patienten besser lesen, fernsehen, Hindernisse erkennen und sich in ihrem Alltag wieder zurechtfinden. In einigen wenigen Fällen konnten Patienten sogar ihren Fahreignungstest nach der Therapie erfolgreich bestehen.

Betroffene und deren Angehörige können beim Sehzentrum NovaVision Informationsmaterial anfordern und sich beraten lassen. Ihnen steht die Hotline 0391 6 36 00 68 zur Verfügung.

Lucia Marrocco | NovaVision
Weitere Informationen:
http://www.NovaVision.de

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