Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Make up verursacht kein Hautkrebs

14.09.2005


Make up verursacht kein Hautkrebs


Laien haben falsche Vorstellung von Hautkrebs

... mehr zu:
»Hautkrebs

Nicht nur die Sonne, sondern auch alltägliche Gebrauchsgegenstände, wie z.B. Möbel oder Make up werden von Laien als auslösender Faktor für Hautkrebs angenommen. Die meisten haben falsche Vorstellungen von der Erkrankung. Viele glauben immer noch, dass Hautkrebs ansteckend ist . Außerdem existiert für den Großteil der Bürger immer noch der Begriff "Krebspersönlichkeit". Damit sind Menschen gemeint die durch bestimmte Charakterzüge eher Krebs bekommen als andere. Die Allerwenigsten haben eine Vorstellung von Therapiemöglichkeiten. Für viele ist Hautkrebs mit Tod und Hoffnungslosigkeit gleichzusetzen. Obwohl Hautkrebs eine Krebsart ist, die zu den am ehesten heilbaren Krankheiten in der Medizin gehört. Das mangelnde Wissen liegt an der Unbedarftheit und der Angst im Umgang mit der Krankheit. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Mahnas Grünberg - Dejam in einer Untersuchung, die sie an der Klinik Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität zu Köln, Leiter: Dr. C. Albus, erstellt hat.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Wird der Tumor rechtzeitig erkannt und behandelt, gibt es gute Heilungschancen. Bei der Früherkennung spielt die Selbstbeobachtung eine entscheidende Rolle. Einem Laien fällt es meistens schwer, bei dem Thema Hautkrebs nüchtern zu bleiben. Die Krankheit vermittelt oft das Gefühl von Ausgeliefertsein, sie erinnert an eine wuchernde innere Potenz und wird häufig mit Eigenverschulden in Verbindung gebracht. Krebs wird oft als die schlimmste Krankheit empfunden. Obwohl laut Statistik jedes Jahr weit mehr Menschen an Herzerkrankungen sterben als an Krebs. Gerade weil die Ursachen unbekannt sind, münden die Spekulationen über eine Vorstellung des Entstehens dieser Krankheit meist in der Psyche des Kranken. Die Pflicht des Arztes besteht nach der Auffassung von Dr. Mahnas Grünberg - Dejam darin, sich aus seiner Expertenwelt in die individuelle Wirklichkeit des Betroffenen hineinzuarbeiten. Das kann nur im vertrauensvollen Austausch in der offenen Kommunikation erreicht werden.


Ärzte und Kranke leben in unterschiedlichen Wirklichkeiten. Der Arzt betrachtet die Krankheiten durch die Brille des medizinischen Fachwissens. Für den Patienten ist die Krankheit Teil seines Lebens, da er der Betroffene ist. Oft bleibt es bei der grauen Theorie. Die Angst vor zuviel Nähe und Gefühl verhindert oft eine Annäherung zwischen Arzt und Patient, die aber die unbedingte Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation darstellt. Der Patient will ausreichend informiert und aufgeklärt werden, um sich so an den Entscheidungen beteiligen zu können. Entscheidend für die Patienten ist die Hoffnung nach Geborgenheit, dem Gefühl sich aufgehoben fühlen zu können und somit ein Stück Verantwortung für sich und seinen Körper an den Arzt abzugeben.

Solange Krebs immer noch als bösartiger, unbezwingbarer Feind und nicht einfach als eine Krankheit gilt, wie z.B. Diabetes, werden die meisten Menschen bei dem Thema Krebs mit Entsetzen reagieren. Die Entmythisierung ist die Aufgabe des Arztes, dies kann nur gelingen, wenn Arzt und Patient im Laufe der Zeit eine gemeinsame Sprache entwickeln. Und eine effektive, erfolgreiche Kommunikation bewirkt nicht nur eine Steigerung der allgemeinen Zufriedenheit des Patienten, sondern führt indirekt auch zu einer besseren Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung und zu einem besseren medizinischen Ergebnis.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Rainer Obliers unter
der Telefonnummer 0221/478-5824,
der Fax-Nummer 0221/478-3103 und unter
der Email-Adresse rainer.obliers@medizin.uni-koeln.de zur Verfügung

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de/pi/

Weitere Berichte zu: Hautkrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Starkes Übergewicht: Magenbypass und Schlauchmagen vergleichbar
17.01.2018 | Universität Basel

nachricht Therapieansatz: Kombination von Neuroroboter und Hirnstimulation aktiviert ungenutzte Nervenbahnen
16.01.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

18.01.2018 | Informationstechnologie

Optimierter Einsatz magnetischer Bauteile - Seminar „Magnettechnik Magnetwerkstoffe“

18.01.2018 | Seminare Workshops

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten