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Ultraschall geht Herzkrankheiten auf den Grund

02.09.2005


Neue Visualisierungstechniken verbessern die Diagnostik und unterstützen den Trend zur weniger invasiven Chirurgie

Auch in diesem Jahr zeigte Siemens Medical Solutions auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) vom 3.-7. September 2005 in Stockholm wieder neue Möglichkeiten und Entwicklungen der Ultraschalltechnologie. Weltweit erstmals präsentiert wurden: Velocity Vector Imaging (VVI), eine interessante neue Methode zur Beurteilung von mechanischen Vorgängen im Myokard und die jüngste Generation der Echokardiographie-Plattform Acuson Sequoia. Europapremiere feierte der neue Ultraschallkatheter Acuson AcuNav 8F*, der mit einem Querschnitt unter drei Millimetern exzellente Bilder liefert. Die von Siemens vorgestellten Neuheiten bestätigen den Trend, dass Eingriffe am Herzen immer mehr auf minimal-invasive Chirurgie ausgerichtet sind.

Velocity Vector Imaging (VVI) heißt eine neue und viel versprechende Methode zur Beurteilung von mechanischen Vorgängen im Myokard (muskuläre Wand des Herzens). Kardiologen und Physiker arbeiten seit drei Jahren an der Entwicklung dieses Tools zur quantitativen Bewegungsanalyse, das umfassendere Informationen zur Herzkontraktion und -bewegung gibt. Daraus folgen potenziell neue Methoden zur Beurteilung des Herzens bei Patienten mit Stauungsinsuffizienz, Rhythmusstörung und anderen Funktionsstörungen des Myokards. Velocity Vector Imaging ist für die Benutzung mit allen Schallköpfen in sämtlichen Bereichen der Herzkreislaufbildgebung vorgesehen – für Erwachsene, in der Pädiatrie, bei transösophagealen (TEE) Anwendungen, intrakardiologischer Echokardiographie sowie fetalen und Gefäßanwendungen.

Das neue Design der Acuson-Sequoia-Plattform ist mit einem 18-Zoll-Flachbildschirm und integrierter CD/DVD-Brennfähigkeit für die Speicherung von Dicom-Bildern auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten. Der neue Flachbildschirm benutzt eine flickerfreie Technologie mit einstellbaren Helligkeitskontrollen. Dadurch kann der Arzt ohne störende Blendungen und wesentlich ermüdungsfreier als mit herkömmlichen Bildschirmen arbeiten. Außerdem reduziert die Ausstattung des Geräts Gesamtgewicht sowie Gesamthöhe, was eine erhebliche Verbesserung für mobile Untersuchungen innerhalb einer Institution oder Klinik mit sich bringt.

Mit einer Größe von 8 French (unter drei Millimeter) hat der AcuNav 8F-Katheter* einen um 33 Prozent kleineren Querschnitt als der bisherige AcuNav 10F-Katheter. Der neue Katheter ermöglicht bei allen, besonders aber bei kleineren Patienten, einen verbesserten Zugang für elektrophysiologische Anwendungen und für die Interventionskardiologie am linken Herzen. Klaus Hambüchen, Leiter des Geschäftsgebiets Ultraschall bei Siemens Medical Solutions, sagte: „Der Trend bei Eingriffen am Herzen setzt sich fort: Es gibt immer mehr minimal-invasive Chirurgie. Das heißt, weg von Eingriffen am offenen Herzen, hin zu wenig invasiven, auch als ‚Schlüsselloch-Chirurgie’ bezeichneten Verfahren – und jetzt zu Katheter-basierten Methoden. Neue Visualisierungs- und Quantifizierungsapplikationen einschließlich der Fusion der Echo-Bilder mit anderen Modalitäten werden immer wichtiger. Die katheterbasierte Echokardiographie aus der Herzkammer ist in der Lage, Anatomie und Instrumente für den Eingriff besser als andere Methoden in Echtzeit darzustellen. Sie ist deshalb für neue Anwendungen von Bedeutung, wie etwa bei der Reparatur von Mitralund Aortenklappen mit Kathetern. Eingriffe mit dem Katheter auch als Bildgebungsinstrument gewinnen an Gewicht. Liege- und Rehazeiten der Patienten werden wesentlich reduziert, im Prozess wird die Qualität gesteigert und die Kosten werden gesenkt.“ Der AcuNav 8F-Katheter wird in Kürze in den Ländern der EU für den Einsatz mit dem Acuson Sequoia, dem Acuson CV70 und dem Acuson Cypress lieferbar sein.

*Für den Acuson AcuNav 8F-Katheter ist eine Prüfung des CE-Kennzeichens erforderlich. Das Produkt ist in den Ländern, die ein CE-Kennzeichen verlangen, noch nicht im Handel erhältlich.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2004 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,07 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,12 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,05 Mrd. €.

Bianca Braun | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

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