Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Antikörper in der Krebstherapie: Wissenswertes für Patienten und Angehörige

02.09.2005


Neue Patientenbroschüre zum Anfordern: Wie können Antikörper den Krebs bekämpfen?


Antikörpertherapie? Klingt nach der Krebstherapie der Zukunft - dabei wird diese Behandlung schon heute bei vielen Patienten eingesetzt. Für alle, die mit diesem Thema konfrontiert werden, aber nicht so recht wissen, was Antikörper eigentlich sind und können, gibt es jetzt "Nachhilfe": Die aktuelle Broschüre "Neue Hoffnung durch Antikörper in der Krebstherapie: Wissenswertes für Patienten und Angehörige" übersetzt nicht nur die medizinischen Fachbegriffe von A wie Antigene bis Z wie Zytostatika, sondern klärt auch verständlich über die Antikörpertherapie bei Krebs auf. Interessierte können die Broschüre kostenlos per E-Mail oder telefonisch anfordern.

Was fällt einem als Erstes ein, wenn man an Krebstherapien denkt? Klar - die Chemotherapie. Eine Therapie, die meist als Infusion gegeben wird, den gesamten Körper mit Zellgiften überschwemmt und deswegen erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Aber bis vor einigen Jahren war die Chemotherapie die einzige Hoffnung für Krebspatienten. Doch in den letzten Jahren hat sich viel getan. So gibt es zum Beispiel die Antikörpertherapie, ein Meisterwerk biotechnologischer Forschung. Sie greift - im Gegensatz zur Chemotherapie - zielgenau an Zellstrukturen der Tumoroberfläche an.


Die Broschüre "Neue Hoffnung durch Antikörper in der Krebstherapie: Wissenswertes für Patienten und Angehörige" richtet sich aber nicht nur an Krebspatienten und deren Angehörige, sondern auch an Nicht-Betroffene, die einfach nur mehr über diese Revolution innerhalb der Krebstherapie erfahren möchten. Es ist keine Broschüre, die nur ein bestimmtes Medikament vorstellt, sondern die erste, die einen Überblick über die verschiedenen Wirkstoffe und die unterschiedlichen Indikationen einer gesamten neuen Therapieart, der Antikörper, gibt.

Antikörper sind u.a. Cetuximab, Trastuzumab und Rituximab. Cetuximab z.B. ist ein passgenau entwickelter Antikörper gegen den Rezeptor für den so genannten epidermalen Wachstumsfaktor (auch EGFR genannt, aus dem Englischen "epidermal growth factor receptor"). Solche EGF-Rezeptoren sind an der Entstehung und dem Fortschreiten vieler häufiger Krebserkrankungen beteiligt. Eine erhöhte Anzahl dieser Rezeptoren auf der Tumoroberfläche bedeutet, dass sich die Tumorzellen übermäßig häufig teilen und der Tumor besonders schnell und aggressiv wächst. Auch neigt der Krebs dann verstärkt dazu, Absiedlungen (Metastasen) in anderen Körperbereichen zu bilden. Der epidermale Wachstumsfaktor (EGF, aus dem Englischen "epidermal growth factor") bindet an den zugehörigen EGF-Rezeptor und regt durch eine Signalübertragung ins Zellinnere den Tumor zum Wachstum an. Cetuximab aber besetzt den Rezeptor auf der Zelloberfläche und blockiert ihn. Der Wachstumsfaktor kann nicht mehr andocken und seine Botschaft übermitteln. Die Weiterleitung des Wachstumssignals wird verhindert, Wachstum und die Bildung von Absiedelungen des Tumors werden vermindert. Auch werden durch Cetuximab die Abwehrmechanismen des körpereigenen Immunsystems angeregt.

Die Broschüre "Neue Hoffnung durch Antikörper in der Krebstherapie: Wissenswertes für Patienten und Angehörige" kann ab sofort unter der Telefonnumer 06151 72-0 oder per E-Mail an onkologiepartner@merck-pharma.de kostenlos angefordert werden. Darüber hinaus wird die Broschüre in ausgewählten onkologischen Praxen zu erhalten sein.

Maren Nienstedt | IntraMedic GmbH
Weitere Informationen:
http://www.intramedic.de
http://www.merck-pharma.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf
06.12.2016 | Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie