Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Olivenöl als Schmerzhemmer

02.09.2005


Extra-Natives-Öl wirkt wie Ibuprofen - Chance als Krebsmittel

... mehr zu:
»Oleocanthal

Gute Nachrichten für Olivenöl-Liebhaber haben Forscher der University of the Sciences in Philadelphia: Sie haben im Bestandteil Oleocanthal einen Wirkstoff gegen Schmerzen gefunden, der ähnlich wirkt wie Ibuprofen. Bereits 50 Gramm Öl pro Tag reichen aus, um gegen Schmerzen zu wirken, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature.

"Die Dosis wird zwar nicht ausreichend, um Kopfschmerzen wegzubringen, dennoch entstehen daraus einige langfristige Vorteile", so Paul Breslin vom Monell Chemical Senses Center an der Universität von Philadelphia, der den Effekt entdeckt hat. Oleocanthal ist zwar mit Ibuprofen in keiner Weise strukturverwandt, allerdings wirken beide Stoffe auf die Schmerzwege, dem so genannten Prostaglandin-System. Darüber hinaus haben Forscher auch festgestellt, dass Olivenöl sogar als Krebsvorsorge herhalten kann.


Breslin hat allerdings festgestellt, dass nicht jedes Olivenöl gleich viel Oleocanthal enthält: "Die meisten Supermarkt-Olivenöle haben relativ wenig davon", so der Forscher. Ausnahmen bilden die so genannten "Extra-Vergine-Typen" - das sind jene Öle, die in der EU "Nativ-Extra" bezeichnet werden. "Dabei handelt es sich um die höchste Qualitätsstufe", erklärt Dieter G. Oberg von der Informationsgemeinschaft Olivenöl und dem deutschen Olivenölpanel gegenüber pressetext. Insgesamt werden in Europa vier Olivenöl-Güteklassen voneinander unterschieden: "Natives-Olivenöl-extra" und "Natives Olivenöl" werden direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen. "Olivenöl" bestehend aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl. "Entspricht das gepresste Olivenöl nicht den Anforderungen für native Olivenöle, wird es raffiniert - wie die meisten Pflanzenöle - und wieder mit würzigem Olivenöl vermischt", so der Fachmann. "Aus dem Restöl des gepressten Olivenbreis wird in einem völlig anderen Herstellungsverfahren Oliventresteröl hergestellt, das auch als solches auf dem Etikett bezeichnet werden muss."

"Native Olivenöle kommen quasi vom Baum in die Flasche: nach der Ernte werden sie zermahlen, gepresst, zentrifugiert und gefiltert", erklärt Oberg. "Die nativen, kaltgepressten Öle werden seit langem auch in der Ernährungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM verwendet", führt Andreas Bayer, Rektor der Wiener TCM-Privatuniversität aus. Die Ernährungslehre sieht in den Ölen einen Stimmungsbeleber, der auf Herz, Lunge, Wirbelsäule und Blase wirkt. "Olivenöl stärkt das Qi und das Blut", erklärt Bayer im pressetext-Interview. Bayer verweist auch darauf, dass das Olivenöl entzündungshemmend wirkt und sich positiv auf das Herz auswirkt. Auch in der ayurvedischen Medizin kennt man Anwendungen mit Olivenöl.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com
http://www.olivenoel-info.net
http://www.tcm-university.edu

Weitere Berichte zu: Oleocanthal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz gegen Gastritis
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Wenn Schimmelpilze das Auge zerstören
10.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie