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Erhalt der Hörfunktion nach Hirntumoroperation

25.08.2005


Dr. Alireza Gharabaghi, Arzt an der Tübinger Universitätsklinik für Neurochirurgie, erhielt anlässlich des 7. Europäischen Schädelbasiskongresses in Fulda den erstmals vergebenen "European Skull Base Society Award". Dieser Preis wurde ihm für die Forschungsarbeit "The impact of hypotension due to the trigeminocardiac reflex on auditory function in vestibular schwannoma surgery" durch die Europäische Gesellschaft für Schädelbasischirurgie verliehen. Darin untersuchte er den Einfluss von Blutdruckabfällen bei Operationen an der Schädelbasis und deren Auswirkung auf das Gehör.



Bei Eingriffen an der Schädelbasis wollen die Operateure die Funktion von Hirnnerven erhalten. Bei den häufigsten Tumoren des Kleinhirnbrückenwinkels, den Akustikus-Neurinomen (Vestibularis-Schwannomen) ist es für den Neurochirurgen eine besondere Herausforderung, die Hörfähigkeit des Patienten zu bewahren. Vor allem bei Patienten mit der erblichen Neurofibromatose-Erkrankung (NF-II) besteht bei dieser Operation häufig die Gefahr einer vollständigen Ertaubung.

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Mit der Studie konnte Dr. Gharabaghi erstmals den negativen Einfluss von Blutdruckabfällen, ausgelöst durch einen spezifischen intraoperativen Reflex - Trigemino-kardialer Reflex -, auf die Hörfunktion nach Akustikus-Neurinom-Operationen zeigen. Basierend auf diesen Ergebnissen entwickelt nun die Neurochirurgische Uniklinik Tübingen Strategien, solchen intraoperativen Phänomenen adäquat zu begegnen, um damit vermehrt die Hörfunktion der Patienten zu erhalten.

Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
Klinik für Neurochirurgie
Dr. Alireza Gharabaghi
Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen
Tel. 0 70 71 / 29-8 03 25, Fax 0 70 71 / 29-52 45
E-Mail alireza.gharabaghi@uni-tuebingen.de

Dr. Ellen Katz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-tuebingen.de

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