Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Transkulturelle Medizin, Migration und Gesundheit

16.08.2005


Gründung eines interdisziplinären Arbeitskreises am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig Universität Gießen



Nach jüngsten Angaben der Bundesregierung repräsentieren Migrantinnen und Migranten etwa 20 % der in Deutschland lebenden Bevölkerung. Bei insgesamt rund 14,5 Mio. ausländischen Mitbürgern, Eingebürgerten, Aussiedlern oder Kindern aus binationalen Ehen gehören Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund und eine internationale und multi-ethnische Zusammensetzung des Personals in Kliniken und Arztpraxen zum Alltag. Im Zuge von Globalisierung und europäischer Integration gewinnt damit auch im medizinischen Bereich "interkulturelle Kompetenz" zunehmend an Bedeutung. Als Antwort auf diese Herausforderung wurde am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen der interdisziplinäre Arbeitskreis "Transkulturelle Medizin, Migration und Gesundheit" (TkMMG) gegründet.



Beteiligt an dem Arbeitskreis "Transkulturelle Medizin, Migration und Gesundheit" sind das Institut für Geschichte der Medizin, die Medizinische Klinik und Poliklinik III und die Psychosomatische Klinik, die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung e.V. Gießen und das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen, sowie dessen Pflegedirektion. Damit besteht in Gießen der bundesweit erste interdisziplinäre Arbeitskreis an einer hochschulmedizinischen Einrichtung zum Thema "Medizin und ethnisch-kulturelle Vielfalt".

Der Arbeitskreis "Transkulturelle Medizin, Migration und Gesundheit" sieht seine Aufgaben in den Bereichen Lehre, Forschung, Weiterbildung, Krankenversorgung und Beratung, wobei die interdisziplinäre (zwischen Medizin, Kultur- und Sozialwissenschaften) und interprofessionelle Zusammenarbeit (zwischen ärztlichem Personal, Pflege- und Sozialdiensten) im Mittelpunkt stehen. Ein Lehrangebot für Studierende ist bereits etabliert. Das vordringliche Ziel im Bereich der Krankenversorgung liegt im Ausbau von Versorgungsstrukturen für Patienten mit Migrationshintergrund im Raum Gießen und Mittelhessen. Die interkulturelle Öffnung des Gesundheitswesens muss als Chance für eine am individuellen Menschen orientierte Gesundheitsversorgung begriffen werden - im Interesse der Patienten, des Personals und unabhängig vom spezifischen "Migrationsstatus" des Einzelnen. Sprecher des Aarbeitskreises TkMMG der Universität Gießen sind Dr. med. Ahmet Akinci und Dr. med. Michael Knipper.

Kontakt:

Dr. med. Michael Knipper
Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen
Iheringstr. 6, 35392 Gießen
Tel.: 0641/99-47706,
Fax: 0641/99-47709
E-Mail: Michael.Knipper@histor.med.uni-giessen.de

Christel Lauterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-giessen.de/tkmmg.

Weitere Berichte zu: Migration Migrationshintergrund TkMMG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise