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Ungewöhnliche Operation: Titan-Arm statt Amputation

12.08.2005


Das Röntgenfoto
Foto: HELIOS, Thomas Oberländer


  • Ärzten im HELIOS Klinikum Berlin-Buch gelingt ungewöhnliche Operation: Titan-Arm statt Amputation
  • Spezialprothese aus Titan ersetzt Knochen im Oberarm
  • Gleichzeitige Hüft-OP in derselben Narkose

Mit der Implantation eines speziellen Knochenersatzes im Oberarm ist den Chirurgen der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des HELIOS Klinikums Berlin-Buch eine ungewöhnliche Operation gelungen. "Durch die speziell angefertigte Prothese konnten wir die Amputation des linken Armes verhindern", berichtet Chefarzt Dr. med. Jörg Schmidt. Für die 45-jährige Patientin Gabriele L. aus Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein), die sich jetzt in einer Rehabilitationsklinik aufhält, geht ein 12-monatiger Leidensweg mit starken Schmerzen zu Ende.

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Vor einem Jahr hatte sich die Patientin bei einem Sturz einen doppelten Spiralbruch zugezogen. Nach fünf Operationen und einer schweren Infektion war ein Teil des Knochens im Oberarm abgestorben, Nervenstränge und Muskeln beschädigt.

Als eine Spezialklinik in Schleswig-Holstein die Patientin vor die Alternative stellte - Amputation oder eine Dauerbehandlung mit starken Schmerzmitteln - ging die Frau ins HELIOS Klinikum Berlin-Buch. "Aufgrund der fehlenden Durchblutung war ein Teil des Oberarmknochens abgestorben", stellte Chefarzt Schmidt bei der ersten Untersuchung fest. Zur Vermeidung einer Armamputation ließ Schmidt von einer Berliner Firma ein Implantat aus Titan anfertigen, das den abgestorbenen Knochen ersetzt. "Eine Maßanfertigung", so der Bucher Chefarzt.


Wenige Tage vor der geplanten Operation brach sich die Patientin bei einem unglücklichen Sturz den linken Hüftkopf und benötigte eine künstliche Hüfte. Die Klinik entschloss sich, beide Eingriffe unter einer Narkose durchzuführen.

Zunächst setzte das OP-Team unter der Leitung von Oberarzt Dr. med. Jan Kühling die neue Hüfte ein. Danach wurde das abgestorbene Knochenstück des Oberarms entfernt und durch eine Knochenprothese aus Titan ersetzt. Diese wurde am Schulterblatt und am intakten Teil des Knochens oberhalb des Ellenbogens verankert.

Rund acht Stunden dauert der erfolgreiche Eingriff, von dem sich die Patientin gut erholt hat. Gabriele L. befindet sich jetzt in einer Rehabilitationsklinik.

Pressekontakt:
HELIOS Klinikum Berlin
Hermann Müller
Telefon: +49 30 94 01 - 20 84
E-Mail: hemueller@berlin.helios-kliniken.de

Torsten Böhmer | idw
Weitere Informationen:
http://www.helios-kliniken.de/berlin

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