Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ur-Polynesier flüchteten vor 3.000 Jahren vor Malaria

18.07.2005


Neuseeländische Forscher entdecken Hinweise von Parasiten in Skeletten



Neuseeländische Forscher haben in 3.000 Jahre alten Skeletten in der melanesischen Inselgruppe Vanuatu zahlreiche Schäden gefunden, die Hinweise auf gefährliche Parasiten geben. Damit könnte das Rätsel gelöst sein, warum die Polynesier auf ihrem Weg durch die Inselwelt so schnell waren, berichtet der New Zealand Herald. Sie flüchteten vor der gefährlichsten Form der Malaria, hervorgerufen durch den Parasiten Plasmodium falciparium.

... mehr zu:
»Malaria »Parasit


Nur in den Inselregionen Melanesiens, in Vanuatu, Papua Neuguinea und den Salomonen ist Malaria endemisch. Die restlichen Inseln sind malariafrei. Die Paläopathologin Hallie Buckley sieht eindeutige Beweise für die Flucht, um der gefährlichsten Form der Malaria zu entgehen. Die Menschen waren unwissend, dass sich die Erkrankung bereits in ihrem Blut befunden hat. "In Polynesien gibt es keine Malaria und wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge hat es auch nie Malaria gegeben", so Buckley. Als Polynesien wird das Dreieck im Pazifischen Ozean bezeichnet, das mit Hawaii, der Nordinsel Neuseelands und der Osterinsel begrenzt wird.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt übrigens auch der US-Archäologe Edward Gifford: Demnach finden sich deutliche Spuren in der traditionellen Keramik Süd-Chinas und Taiwans, die daraufhin deuten, dass die Polynesier vor etwa 5.500 Jahren von dort gekommen sind, und weiter über die Philippinen und Neuguinea die Inseln besiedelt haben. Etwa vor 1.500 Jahren kamen sie schließlich nach Neuseeland. Den Forschern war immer unklar, warum die Siedler die melanesischen Inseln so rasch hinter sich ließen. "Offensichtlich haben sie Gebiete gesucht, die nicht Malariaverseucht waren", meint Buckley. Sie haben dabei allerdings nicht bemerkt, dass sie bereits erkrankt waren. Weitere Untersuchungen sollen folgen. Die Forscherin hofft darauf, DNA-Spuren von Malaria zu entdecken. Die Skelettfunde geben jedenfalls Hinweise auf die Ernährung und Lebensart der Bewohner und machen deutlich, dass die Menschen unter schweren Gelenkschäden litten. Genetische Untersuchungen sollen jedenfalls die Verwandtschaft zwischen Polynesiern, Melanesiern und Eingeborenen der Insel Taiwan zeigen und weitere Rätsel um die Besiedelung dieser Region geben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nzherald.co.nz

Weitere Berichte zu: Malaria Parasit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Sind Epilepsie-Patienten wetterfühlig?
23.05.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs
18.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise