Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Impfstoff gegen Lassa-Fieber viel versprechend

28.06.2005


Erstmals vollständiger Schutz bei Primaten erzielt


bbc.co.uk



Wissenschafter des US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases (USAMRIID) und der Public Health Agency of Canada haben einen viel versprechenden Impfstoff gegen das potenziell tödliche Lassa-Fieber entwickelt. Eine einzelne Impfung reichte aus, um Makaken gegen eine tödliche Dosis zu schützen. Lassa-Fieber tritt in Westafrika epidemisch auf. Hunderttausende Menschen werden jedes Jahr infiziert. Einzelne Erkrankungen wurden auch in Europa und Amerika beobachtet. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin PLoS Medicine http://medicine.plosjournals.org/perlserv/?request=index-html&issn=1549-1676 veröffentlicht.

... mehr zu:
»Impfstoff »Lassa-Fieber »Primat »Protein »Virus


Der neue Impfstoff enthält ein Protein, das vom Lassa-Virus hergestellt wird. Dieses Protein wird von einer anderen Art von Virus umschlossen, die ihrer Gefährlichkeit beraubt wurde. Nach der Injektion stimuliert das Protein eine Reaktion des Immunsystems. Vier behandelte Makaken - meerkatzenartige Primaten - waren bei Tests gegen eine Dosis geschützt, die ausreichte, zwei nicht geimpfte Tiere zu töten. Die Wissenschafter erklärten, dass weitere Tests erforderlich seien, um festzustellen, ob der Einsatz sicher sei und wie lange der Impfstoff wirke. Entscheidend wird ebenfalls sein, wie rasch ein Impfschutz gegeben sein wird. In der Folge wird sich zeigen, ob die Schaffung einer kreisförmigen Impfungszone um eine betroffene Region sinnvoll sein kann. Der leitende Wissenschafter Thomas Geisbert erklärte gegenüber der BBC, dass es erstmals gelungen sei, einen vollständigen Schutz bei nicht-menschlichen Primaten zu erreichen.

Das Virus, das das Lassa-Fieber verursacht, ist mit jenen Viren verwandt, die zu Ebola oder Marburg führen. Acht von zehn Infizierten zeigen geringe oder gar keine Symptome. Rund 20 Prozent der Infektionen führen zu schweren Erkrankungen. Bis zu zwei Prozent der Betroffenen sterben in der Folge. Die Sterblichkeit ist vor allem bei hochschwangeren Frauen und ihren Kindern besonders hoch. Die häufigste Komplikation bei Lassa-Fieber ist Taubheit. Das Virus wird von Nagetieren auf den Menschen übertragen. Nachdem Nagetiere in den epidemischen Gebieten allgegenwärtig sind, gilt ein Impfstoff als einzig sinnvoller Ansatz zur Bekämpfung dieser Krankheit. Initiativen zur Entwicklung von Impfstoffen gegen das Lassa-Fieber litten in der Vergangenheit an einem Mangel an finanziellen Grundlagen. Das Ansteigen des Bioterrorismus und das Auftreten in Amerika und Europa haben zu einem Umdenken in diesem Bereich geführt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.usamriid.army.mil
http://www.phac-aspc.gc.ca

Weitere Berichte zu: Impfstoff Lassa-Fieber Primat Protein Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie