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Wichtiger Schritt im Kampf gegen Brustkrebs

17.06.2005


Mit regelmäßigen flächendeckenden Reihenuntersuchungen von Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren wird in Deutschland ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Brustkrebs unternommen. Noch in diesem Jahr werden die ersten Regionen in Deutschland mit dem Mammographie-Screening starten. Das Universitätsklinikum Münster (UKM) übernimmt dabei mit der Gründung des ersten von insgesamt fünf geplanten Referenzzentren eine bundesweite Führungsrolle. In dieser Woche unterzeichneten der Kaufmännische Direktor des UKM Dr. Manfred Gotthardt und der Direktor des Instituts für Klinische Radiologie Prof. Dr. Walter Heindel gemeinsam mit Vertretern der Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening, Dr. Wolfgang Aubke und Jan Sebastian Graebe-Adelssen, die entsprechenden Verträge.



Künftig werden in Münster alle Fäden hinsichtlich Schulung, Fortbildung, Qualitätssicherung und wissenschaftlicher Begleitung des Screeningprogramms für NRW und darüber hinaus zusammenlaufen. Das von Prof. Heindel geführte Referenzzentrum wird insgesamt über zwölf Mitarbeiter unterschiedlichster beruflicher Ausrichtung verfügen. Ärzte, Medizinphysiker und medizinisch-technische Assistenten werden mehrere hundert Ärzte, die in dem Programm zusammengefasst sind, betreuen.



Für diese neue wichtige Aufgabe werden am Universitätsklinikum mehr als 300 Quadratmeter Raum zur Verfügung gestellt, um Prüflaboratorien und Schulungsräume aufzubauen. In Zukunft werden die Frauen zwischen 50 und 69 Jahren von einer zentralen Stelle zum Mammographie-Screening eingeladen. Die eigentliche Untersuchung findet in so genannten Screening-Einheiten statt. Hier werden die Frauen von besonders geschultem Personal betreut und erhalten alle zwei Jahre eine kostenlose Mammographie. Alle hier eingesetzten Mammographiegeräte sind direkte mit dem Referenzzentrum verbunden. Dort laufen täglich Messwerte über Bildqualität und Strahlenexposition zusammen, so dass die Frauen auf eine sehr hohe Sicherheit bei den Untersuchungen zählen können. Nur erfahrenste, besonders geschulte Ärzte werden die Mammographieaufnahmen befunden. Zur weiteren Steigerung der Qualität wird die Befundung von zwei unabhängigen Ärzten durchgeführt. Hierdurch kann die Wahrscheinlichkeit, einmal etwas zu übersehen, drastisch gesenkt werden.

Auch das Referenzzentrum wird eine derartige Screening-Einheit im Innenstadtbereich von Münster gemeinsam mit der niedergelassen Radiologin Simona Spital betreiben. Laut Prof. Heindel werden derzeit Verhandlungen um eine Immobilie mit "besonderem Flair" im absoluten Kernbereich von Münster geführt.

Jutta Reising | idw
Weitere Informationen:
http://www.radiologie-ms.de/

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