Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Heilung entzündlicher Darmerkrankungen auf der Spur

10.06.2005


Bundesweit renommierte Spezialisten kommen zu Symposium nach Rostock



Experten aus der ganzen Bundesrepublik treffen sich in Rostock, um neue Methoden der Behandlung und Diagnostik von chronischen Darmerkrankungen zu erörtern. Gleichzeitig präsentiert sich die Universitätsklinik Rostock als eines der ausgewählten bundesdeutschen Zentren für die Behandlung von Krankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa. Durch das intensive Zusammenspiel von Internisten, insbesondere Gastroenterologen, und Chirurgen stehen den Patienten die aktuellen und sich stetig weiterentwickelnden Behandlungsmethoden zur Verfügung. Das Symposium "Aktuelles in Diagnostik und Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen" findet am 18. Juni 2005, in Rostock-Warnemünde statt.



Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Das sind schmerzhafte Entzündungen des Magen-Darm-Trakts. Es handelt sich um Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Abwehrsystem des Körpers gegen den Verdauungstrakt richtet. Diese sind weit verbreitet: Allein Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet bei Morbus Crohn 150 Neuerkrankungen im Jahr, bei Colitis Ulcerosa sind es 250. Am Universitätsklinikum Rostock werden derzeit 500 Betroffene betreut. Zu den körperlichen Problemen der Patienten kommen nicht selten soziale. Die Erkrankung verläuft schubweise, die Patienten sind mitunter über längere Zeit krank und dann sehr beeinträchtigt.

Die Behandlung erfolgt medikamentös oder operativ. Am Universitätsklinikum Rostock wird intensiv an der Verbesserung der Behandlung gearbeitet. "Der Kenntnisstand über diese Erkrankungen ändert sich ständig, weil laufend neue Aspekte hinsichtlich des Krankheitsverständnisses und der Diagnostik dazukommen", sagt Professor Dr. Ernst Klar, Leiter der Abteilung für Allgemeine Chirurgie am Universitätsklinikum Rostock. Neueste Ansätze umfassen einen mehrstufigen und komplexen Einsatz von Medikamenten, den Einsatz von Antikörpern gegen die Entzündungsstoffe sowie eine hochentwickelte Filtertechnik zur Entfernung von Entzündungszellen aus der Blutbahn. Solche gerade erst entwickelten Verfahren werden am Universitätsklinikum Rostock bereits praktiziert. "Damit steht Rostock vorn bei der Umsetzung neuester Behandlungsmethoden", so Professor Klar. Wegen der fächerübergreifenden Behandlungsmethoden müssen entzündliche Darmerkrankungen an großen Zentren behandelt werden, weil Internisten und Chirurgen eng zusammenarbeiten. Zu den wenigen großen Zentren in der Bundesrepublik zählt auch die Universitätsklinik Rostock.

Aus Anlass des Rostocker Symposiums kommen die führenden bundesdeutschen Spezialisten an die Ostsee. "In den Vorträgen geht es um brandneue Techniken, mit denen viele Mediziner noch gar nicht in Berührung gekommen sind", sagt Professor Klar. Der renommierte Wissenschaftler Professor Dr. Jürgen F. Riemann vom Klinikum Ludwigshafen etwa referiert über eine neue Form der Diagnostik mittels computerbasierter Darstellung des Magen-Darm-Trakts, PD Dr. Andrea May von der Dr. Horst Schmidt Klinik Wiesbaden spricht über neue endoskopische Verfahren. Professor Dr. Stefan Liebe, Leiter der Abteilung für Gastroenterologie am Universitätsklinikum Rostock, erläutert das Krebsrisiko bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen, Professor Klar stellt neue Operationsmethoden vor.

Symposium "Aktuelles in Diagnostik und Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen", 18. Juni 2005, ab 10.00 Uhr, Kurhaus Warnemünde, Seestraße 18, 18119 Rostock-Warnemünde

Professor Dr. Ernst Klar
Abteilung für Allgemeine Chirurgie,
Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie
Klinik und Poliklinik für Chirurgie
Universitätsklinikum Rostock
Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel. 0381/4946001

Professor Dr. Stefan Liebe
Abteilung für Gastroenterologie
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin
Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel. 0381/4947481

Prof. Dr. Peter Schuff-Werner
Ärztlicher Direktor
Universitätsklinikum Rostock
Medizinische Fakultät
Rembrandtstraße 16/17
18057 Rostock
Tel. 0381/4945011

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Berichte zu: Colitis ulcerosa Darmerkrankung Morbus Crohn

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Therapieansätze bei RET-Fusion - Zwei neue Inhibitoren gegen Treibermutation
26.06.2017 | Uniklinik Köln

nachricht Bei Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall immer den Notruf 112 wählen: Jede Minute zählt!
22.06.2017 | Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie